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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
14
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Philipp. äs.

Wenn Andre sanken, stand ich doch;

Des Todes Hand schlug meine Brüder,Ich aber bin, ich lebe noch,ttnd freue mich des Lebens wieder.

Wer bin ich? wozu aufgespart?

Der Du, o Gott, mein Schicksal lenkest.Und mich so wundervoll bewahrt:

Wer bin ich, daß Du mein gedenkest?

Nichts bin ich; Alles, Alles Du!WerthloS bewohnt' ich Deine Erde.

Ach, decke, was ich lebte, zu:

Regiere, was ich leben werde.

Dies neue Jahr Dir will ich'S weih »,Nie handeln, ohn' auf Dich zu blicken;Will nur des Guten Samen streu'», -Das Edle nur soll mich entzücken.

Gei, was du willst, o fremdes Jahr:Gott wacht um mich und meine Lieben.Rauscht in der Zukunft mir Gefahr?

Wird Kummer meine Stunden trübe» ?Wie, oder strahlt mein befsrer Stern?Wird mich des Glückes Zufall heben?Gleichviel! Ihr Sorgen, bleibet fern!Was gut ist, wird mein Gott mir gebe«.

Etwas ungewöhnlich Feierliches liegt für unö in dem Beginnjedes neuen Jahres. Es ist gleichsam der Festtag, den wir unfernstillen Hoffnungen, unfern geheimsten Wünschen weihen. Hierverkündet der Glocken feierlicher Frühklang den Anfang dcSZeitraums, dort begrüßen Posaunen und Trompeten und heiligeGesänge den ersten Morgen des Jahres. Frohlockend jauchztdie muntere Schaar der Jugend ihm entgegen. Freunde undBekannte wünschen sich liebreich Glück. Fromme Kinder betenlauter für das Heil ihrer Acltern, Leidende für das Leben ihrerWohlthäter, Völker in den Tempeln für ihre Regenten.