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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
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Stimme des innern Richters durch schlaue Entschuldigungen zuentkräften, oder in Lustbarkeiten und Tändeleien zu verscherzen;von der andern Seite Jünglinge und Männer und Greise, vonbangen Zweifeln über Gott und Ewigkeit, über das einstigeLoos ibrer Seelen, über ihre Bestimmung auf Erden und jenseitsdes Grabes gequält. Und schauderhafte Verkettung öffentlichenund bürgerlichen Elendes, geheimer Ruin manchen Familienglücks, ist die Folge dieser Umstände.

Viel mögen zum Verfalle des wahren ChristenthumS und zur'Zerstörung sittlicher Ordnung die Kriege letzter Zeiten gewirkrbaben; viel manche Schriften mit oberflächlicher Weisheitbingeschrieben, und mit oberflächlichem Verstände gelesen. Abernoch hundert andere Quellen liegen verborgen, aus denen unserElend strömte. Ich werde sic nicht nennen; ich will Niemandenkränken. Mein Zweck ist ein anderer und schönerer, und mit:Freudigkeit will ich im Arme des Todes einst mein Auge schließen,wenn ich auch nur einen geringen Theil meines Ziels erreichthaben werde. Und dieses Ziel ist: Beförderung des wahren,EhristenthumS durch Wiederbelebung häuslicher Andacht undFrömmigkeit.

Denn nichts stimmt unser Herz so sehr zu bleibenden from-men Gesinnungen, zu schönen und christlichen Thaten, als Unter-haltungen mit Gott in einer Stunde der Einsamkeit, wo dieSeele, losgehoben von allen Sorgen, allen Zerstreuungen desLebens, ihrem ewigen Vater zukchrt und ihm allein angehört;nichts vermehrt so sehr häusliche Glückseligkeit, als wenn derVater oder die Mutter im Kreise der lieben Ihrigen sich mit denerhabensten Gegenständen, mit dem Heiligthume jeder Seele,mit Gott und seinen Schöpfungen, mit den Wahrheiten derReligion Jesu Christi, mit der Ewigkeit und den Erwartunggen dcö für die Ewigkeit erschaffenen Geistes unterhalten. E^nstiller Friede verbreitet sich nach solchen Unterredungen übe--Gemüther der Familie, eine Tbräne der Rührung versiegeltoft den Bund der hier vereinten Herzen: göttlich §uf Erden zuhandeln, um ewig Gottes würdig zu sein. Wer oiese Seligkeitschon empfunden hat, suhlt die Wahrheit meines Wortes'