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men und verfluchen und sich verpflichten sollen, un-ter ihren ehemaligen Glaubensgenossen Proselyten zumachen. Man nimmt sie auf, weil sie als Gleichge-sinnte kommen un!» ausgenommen zu werden verlangen,gern zwar, freudig und brüderlich, aber ohne ein un-ziemendeS, die Gesellschaft, welche sie verlassen, beleidigen-des Triumphgeschrey; man begnügt sich die Lossagung vonden eigcnthümlichen Grundsätzen und Lehren des Katho-licismuS von ihnen zu verlangen ^), aber man sinnt ihnennicht an, das Wort der Verdammung über ihn auSzuspre-chcn; und, anstatt mit Haß gegen ihre bisherigen Glaubens-genossen sie zu erfüllen, verpflichtet man sie, ihnen nachwie vor brüderliche Liebe zu erweisen. Im Geisteund Sinne der freyen und evangelischen Kirche han-delt die Badische Behörde, welche in ihrem Namendie neuen Mitglieder aufnimmt. Denn es ziemet derfreyen Kirche, daß sie mit der Zustimmung zu ih-ren Grundsätzen und Unterscheidungölehren sich begnüge,nicht aber die Annahme irgend eines, alle Dogmen scharfbestimmenden, SymboleS verlange, und entehrenwürde es die evangelische Kirche, wenn sie Ie-
*) Vielleicht wäre selbst dieses nicht nöthig gewesen. Dennda die Billigung der l'Iiesis schon die Verwerfung der-Vmitliesia in sich schließt, so hatte es vielleicht hinge,reicht, wenn man das Bekenntnis der Lehren der cvange,lischen Kirche, ohne ausdrückliche Erwähnung der ihnenentgegengesetzten katholischen Dogmen, verlangt hätte. In,dessen beschcidc ich mich gern, daß die Sache verschiedensich beurchcilen lasse, und unbezweifelt hat jede Kirche dasRecht, von den ihr Betretenden die Erklärung zu sor,dcrn, daß sie die ihren Grundsätzen widersprechenden An-sichten aufgegcben haben.