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Die Rückkehr katholischer Christen im Großherzogthume Baden zum evangelischen Christenthume
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daß einige hundert Menschen von der einen zu derandern Confession sich wenden. Merkwürdig aber istdoch in der That das erzählete Ereigniß, sowohl ansich selbst, als durch die Zeit, in welche es fällt, unddurch die Art und Weise, wie es erfolgte.

Aufmerksamkeit erregt es schon, wenn ein Einzel-ner, den kein Verdacht eigennütziger Absicht trifft,aus der Kirche, in welcher er geboren ward, in eineandere hinübertritt, weil dann ein solcher Schritt vonSelbstständigkeit des Urtheilcs, religiösem Interesseund Entschlossenheit zeugt. Hier ist cs nicht ein In-dividuum, sondern eine ganze Gesellschaft, welche zudem Bekenntnisse und der Anbetungsweise einer an-dern Kirche sich wendet, also daß eine neue Ge-meinde entsteht. An vielen Orten zwar, wo cs bisherkeine gegeben hatte, haben wir seit den letzten zwan-zig bis drcyßig Jahren protestantische eben sowohl alskatholische Gemeinden entstehen sehen, weil seit dieserZeit der Grundsatz der Religionsduldung endlich ausden Schulen der Weisen in das leben hereintrat, undnun in mehreren ländern das Gesetz auch denen diefreye Religionöübung gestattete, denen sie vorher ent-weder gar nicht oder doch nur als ein Privatgottes-dienst erlaubt gewesen war. So sind zu Cöln, zuBrüssel, zu Venedig, und, in näher gelegenen Ge-genden, zu Würzburg und zu Bamberg, protestantischeGemeinden in den letzten Jahrzehnten entstanden.Alle diese Gemeinden indessen sammelten sich aus ge-bornen Protestanten, welche entweder jetzt erst an diegenannten Orte gekommen waren oder von protestanti-schen Familien, die sich bisher zu entfernten Gemein-den gehalten hatten, abstammten, und nur der eine

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