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Die Rückkehr katholischer Christen im Großherzogthume Baden zum evangelischen Christenthume
Entstehung
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sich wieder solche Anmaaßung erlauben. Weise indessenverfuhr die Regierung darin, daß sie Henhöfer vorerstnur provisorisch ernannte, weil sie hierdurch die katho-lisch gebliebenen Einwohner von Mühlhausen allmähliggewöhnte, ihn als evangelischen Pfarrer ihrer evange-lisch gewordenen Mitbürger unter sich zu sehen. Kaumjedoch läßt sich bezweifeln, daß sie die Belastung Hen-höfers bey seiner Gemeinde, welche dieses in einemvorzüglichen Sinne ist, nächstens definitiv entscheidenund so den gerechten Wunsch derselben, den Mann zubehalten, welcher gleichsam ihr Stifter ist, und sie aufdie ihrer Ansicht entsprechendste Weise durch einfachherzliche Rede und salbungsvolles Gebet zu erbauenweiß, erfüllen werde. Die katholischen Einwohner dermehrmals genannten Ortschaften haben kein Recht, dieEntfernung eines Mannes zu verlangen, welcher sienicht beleidigt hat, in gar keiner amtlichen Beziehungmehr zu ihnen sieht und der Hälfte ihrer Mitbürgertheucr und werth ist. Henhöfer ist nunmehr ein evan-gelischer Pfarrer, und der evangelischen Kirchenbehürdeallein, vor welcher er auch in gesetzmäßiger Prüfungseine theologische Kenntniß bewährt hat, steht dasRecht zu, über seine Verwendung zum Dienste derevangelischen Kirche zu bestimmen. Ein neuer, vondem Vicariate zu Bruchsal gemachter Versuch,seine Entfernung von Mühlhausen zu bewirken,wird daher wahrscheinlich eben so fruchtlos bleiben, alses frühere Bemühungen gewesen sind. Gleicherweisedarf man von der Liberalität der Badischen Regierungmit Zuversicht erwarten, daß sie derneuentstandenenGe»meinde bey der Erbauung ihrer Kirche und der Ausstat-tung ihrer Pfarrei- und Schule zu Hülfe kommen werde.