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Johann Tauler's Nachfolgung des armen Lebens Christi
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gleich gelten, sondern auch lieb und angenehm seynsoll, in welche Lage immer der Herr uns zu versetzenbeliebe, ob in Besitz, oder in Mangel und Nothdurst,ob wir als Weise oder als Unweise angesehen werden,daß wir nichts begehren, nichts wünschen und nichtswollen, als einzig den Willen und die Anordnungunseres lieben Meisters, im Können und Vermögen,wie im Unvermögen und Schwachheit, im Thunund Unterlassen, in allen Anliegen und Leiden desGeistes wie des Leibes, im Leben wie im Tode; miteinem Worte: wo und wie wir uns befinden undsind, ohne alles Wanken, ohne alles selbst Erwäh-len, und nicht Erwählen dessen oder jenen, gerneoder ungerne soll einzig des allerliebsten Lehrers Willein uns leben, und alles, was gegen oder außer Sei-nem Willen ist, sott uns ganz todt und fremde seyn;nur Sein allerliebster Wille in seiner vollen und rei-nen Kraft muß von uns ohne Zuthun oder Hinweg-nehmen sowohl vor als in und nach unserm Todevollbracht werden.

Die Schule selbst nun, in die der Herr uns ge-schickt hat, ist der heiligste Wille Gottes; der Lehr-meister in derselben ist der heilige Geist Selbst in allSeiner Güte; das einzige und wahrhaftige Lehrbuchist der liebenswürdigste Herr Jesus Christus, Er inSich Selbst und in allem, was Sein ist und Ihmzugehört. -

Außer dieser Schule kenne ich ferner keine, sie sindnur alle entschwunden; außer diesen: Lehrmeister sindmir alle andere fremd und ferne; außer diesem Buchekenne ich kein anderes. Diese Schule, dieser Lehrer,dieses Buch haben mich zur Entsagung aller Dinge