Druckschrift 
Leben des Grafen Ludwig Friedrich Victor Hanns von Bülow, Königlich Preußischer Staats- und Handels-Minister
Entstehung
Seite
87
Einzelbild herunterladen
 

87

Verwaltung, manche Ausgabenverminderung ztt-läßt, ohne die militairische Haltung des Staates,welche durch diplomatische Größe solchen Glanzerhielt, zu schwachen.

Dieser nach seinen wirklichen Verhältnissenangedeutete Zustand der inneren Lage Preußen'smuß erkannt werden, wenn man über den Gra-fen v. Bülow, als Finanzminister, über die Mo-tive, nach welchen er aus diesem Posten schied,und über die Anfeindungen, welche seine Gegnerihm nachtragen, urtheilen will.

Wenn man, wie jener Reccnsent in der Je-naer Literaturzeitung (Aprilstück 1820 S. 109)bemerkt, den Grafen von Bülow erst wieder-erkennt, als er einem glanzvollen Titel entsagte,den er, ohne die ganze, ihm zugehörige Wirk-samkeit zu üben, nicht länger beibehalten durfte;so ist nicht zu übersehen, daß seine gegenwärtigeofficielle Stellung ihm Gelegenheit gibt, alle dieEigenschaften und Vorzüge, die seine Verehreran ihm preisen, mit großem Erfolge zu gebrau-chen. Als Mitglied des Staatsministeriums unddes Staatsratheö, in der speciellen Qualität alsMinister des Handels und Gewerbes, ist ec be-fugt und verpflichtet, auf die gültigste Weise Al-les zur Sprache zu bringen, was der Beförde-rung des Nationalwohleö sich entgegenstellt, wasdie Industrie hemmt, den Kreislauf der bürger-lichen. Thätigkeit stört und mit dem Wohlstände