über die Wahl der zu ergreifenden Maßregelnschritt, wurde dieses immer sichtbarer; ja der vor-urtheilsfreie Beobachter wurde überzeugt, daßmancher Stimmberechtigte weder den Zweck er-kannt, noch solchen festzuhalten die Fähigkeit hatte.Unter diesen Ncbelstcrnen stand der Staatscanz-ler da, ein lichtreiches Gestirn erster Große, nachdessen Standpuncte der kenntnisreiche Steuermannsein Fahrzeug leitet, indes der unkundige, in ge-mächlicher Ruhe, sich dein Winde und Wellenpreisgibt.
Der Fürst von Hardenberg war, werkönnte es, nach den untrüglichsten Zeugnissen, be-zweifeln, mit sich selbst völlig im Reinen überZweck und Mittel der Staatöorganisation. Dochwaren ihm die Hände gebunden durch eine vor-waltende Schonung des Vorhandenen, welche, hin-sichtlich der Bildung eines großartig wirkendenFinanzministeriums, überall auf hemmende Prä-liminarfragen stieß. Der Graf von Bülow,getrieben von der Raschheit der Jugendkraft, konntesich hiermit so wenig einigen, als mit den, neueInstitutionen hassenden, in die todten Formen ausFriedrich's des Großen Zeiten eingelernten Ge-schäftemännern. Sie klagten fortwährend denFinanzminister des Leichtsinns, der Unbeständigkeit,der Reformationssucht an, indes dieser den vor-waltenden Pedantismus mit einer fröhlichen Ironie