62
ken, fortwährend pecuniaire Hülfsmittel herbei zuschaffen, ohne bei der disponibel» Staatseinnahmestehen zu bleiben. Der Krieg ist ohnehin nichtder rechte Zeitpunet, einen mit Schulden über-häuften, in manche Verwirrung gerathenen Staats-haushalt zu ordnen. Um gleich an Ort und Stelleden ungeheuren Militairbedürfnissen die finanzielleHülfe zu geben, begleitete der Minister den Königund den Staatscanzler auf den Feldzügen, aufdem zweimaligen Siegeszuge nach Paris, dannauf den Reifen nach London und zum wienerCongresse, wo sich viele Gelegenheit darbot, demKönige persönlich naher bekannt zu werden, diewiederholt gerühmte Gewandtheit in Behandlungschwieriger Aufgaben jeder Art, selbst diplomati-scher Geschäfte, zu zeigen, den vcrhängnißvollcnGang des nun sich bildenden politischen Lebensin Europa zu beobachten, und die Stellung Preu-ßens in diplomatischer, finanzieller und bürgerli-cher Hinsicht zu würdigen.
^ Der redliche Wille zum Guten, unermüdeteThätigkeit und Gefälligkeit seines persönlichen Um-ganges konnten die Anfeindungen nicht hemmen,mit denen man jede seiner Maßregeln verfolgte;Anfeindungen, die besonders von der höheren Of-siciantenelasse ausgingen und von ihr im Publicoverbreitet wurden.
Das Leben des in den höchsten Staatsvcr-hältnissen wirkenden Mannes begegnet häufig ta-
!