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Leben des Grafen Ludwig Friedrich Victor Hanns von Bülow, Königlich Preußischer Staats- und Handels-Minister
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nachgetragcn wurde, und da jede Zurücksetzungder patriotisch rechtgläubigen Altpreußen neue Aus-stellungen wider ihn aufgeregt hatte. Wenn auchnicht angenommen werden darf, daß unter denWenigen, die er von jenseit der Elbe nach Ber-lin brachte, sch keiner befunden habe, der durchscharfsichtige Beobachtung der Stellung ihm mitredlicher Offenheit da entgegen kam, wo selbst zubeobachten, ihm nicht möglich war, so begünstigtedoch das Verhängnis nicht den glücklichen Erfolg.Ohne sein Verschulden stand der Finanzministerzu seinem neuen Berufe da, wie ein zurückgekehr-ter Emigrirtcr zu der französischen Nation imJahre 1814, nur mit dem Unterschiede, daß beiBülow geläuterter Wille und lichtvolle Intelli-genz nicht mangelte, welche dem Letzteren ab-gingen. —

Um die Lücke in der Kenntnis des bisheri-gen Staatshaushaltes auszufüllen, welche für denAugenblick Bülow' s Eintritt in das Ministeriumschwierig machte, ernannte der Staatscanzler ei-nen Chef der ersten Ministerialdivison in der Per-son des Geheimenraths Rother, der, bisher invielen finanziellen Angelegenheiten gebraucht, vonder ganzen Lage der Dinge vollständige historischeKenntnis hatte und des Fürsten Hardenberg'sausgezeichnetes Vertrauen besaß. —> Bis zumzweiten pariser Friedensschlüsse mußte sich die Wirk-samkeit des Grafen v. Bülow darauf befchrän-