Jene, einen so ausgebreiteten Wirkungskreishabende Behörde war zur Bildung preußischerStaatsmänner eine gute Schule, um den fähigenthatigen Jüngling in das Heiligthum des höhe-ren Geschäftslebens cinzuführen. Mehrere fürBülow sehr günstige Umstände vereinigten steh,diesen glücklichen Erfolg zu sichern. Hierbei magvor Allem daran erinnert werden, daß der Mini-ster von Hardenberg, schon früher aus denfränkischen Fürstenthümern nach Berlin berufen,im Cabinetsministerio, wie im Generaldireetorio,den wichtigsten Geschäftszweigen Vorstand. Ihmunmittelbar untergeordnet versah der Kriegsrath
lung der Departements nach Provinzen für zu vereinzelnd,manche Zweige schienen einer allgemeineren, rascheren, durchbesondere Kenntnisse beförderten Bearbeitung zu bedürfen,und so entstanden Abtheilungen nach Gegenständen, nebenden Abtheilungcn nach Provinzen. — Ganz natürlich folgtenun aus diesen Sonderungen und Abgrenzungen unter denlandschaftlichen und sachlichen Departements, eine Vereinze-lung der Geschäfte selbst; allein der große König wußtedem Uebel Maß zu setzen. — Unter Friedrich Wilhelm Ik.zerfiel aber das Gcneraldirectorium ganz eigentlich in so vieleVerwaltungsbehörden, als es Departements gab, und dieseneue Umformung erhielt allmählig immer größeres Ansehn,so daß die erste Instruction von 1724 und alle gemeinsameBearbeitung und 'Ansicht ganz vergessen ward. Die Tren-nung der Verwaltung der in einer Provinz zur Sprachekommenden Gegenstände, erzeugten nun beim Mangel einesMittclpunctes die größten Weitläuftigkeitcn, Widersprüche,monopolistischen Geist u. s. f." — Diese Schattenseite desG. D. ward mit der Zeit immer mehr vorwaltcnd, so daßvon derselben die Lichtseite zuletzt völlig überzogen war. —