den lüneburgischen Ständen erwählt, 1770 Schatz-rath, hiernachst 1778 Landrath und dann Land-schastsdirector, weltlicher Abt des Klosters St.Michaelis zu Lüneburg und Director der Rittcr-akademie wurde; welche Dienstverhältnisse, nachdortiger Provinzialverfassung von großer Wichtig-keit, noch höhere Bedeutung erhielten durch denausgezeichneten Ruhm, mit welchem er sie bis zuseinem, 1802 den 4. Juni erfolgten Tode, be-kleidete. Er war ein sehr geschäftSthätiger, red-licher, mit vielen praktischen Kenntnissen ausge-rüsteter Mann, herzlich und offen in der Unter-haltung, gastfrei, zum Verfolg fern liegenderProjecte und zur Baukunst geneigt; für sich einbemittelter Edelmann, wozu noch die reichen Ein-künfte seiner Aemter und glückliche Speculationenmit im Mecklenburgischen ge- und verkauften Gü-tern kamen. Er konnte indeß, bei so zahlreicherFamilie, nicht daran denken, jedem seiner Söhneäußere Selbständigkeit sichernde Familiensitze undGüter zu hinterlassen; es fehlte ihm aber nichtan Mitteln, sie nach einer guten, siandesmäßigenErziehung auf eine vorteilhafte Weise in dieWelt einzuführen; er benutzte diese Mittel alszärtlicher Vater und als Mann, der das Lebenzu würdigen wußte. —
Derjenige seiner Söhne, dessen Laufbahndiese Blatter gewidmet sind, verlebte in seinemväterlichen Haufe die glücklichen Kinderjahre, be-