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Betrachtungen über die Oeffentlichkeit und Mündlichkeit der Gerechtigkeitspflege
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der Schoppen des Urtheils (4), welches dieser entwe-der nachdem er sich zuvor mit den übrigen berathenhatte (5), oder sogleich vknc vorhergehende Berathung,

das Urtheil Scheltende, auf den Stuhl dieses Schoppensetzn', usti ein besseres Urtheil zu finden. Das Schelten desUrtheils eines einzelnen Schöppen, sobald zu besorgen war,daß die übrigen demselben beistimmen würden, war immermit weniger Gefahr verbundenals das Schelten des form;lich ausgesprochenen Urtheils, weil wenn im ersten Falle das>gescholtene Urtheil bestätiget wurde, nue jenem einzelnenSchoppen, ausserdem aber allen die zu dem gescholtenen Ur-theil gestimmt hatten, Busse bezahlt werden muste. Sach-senspiegel ii. 12. ck. Hauschild Gerichts verf.der Deutschen §, 42. S. 15^ In Baiern nmrde dieöffentliche Abstimmung und Urtheilsfassungbei dem Kaiserlichen Landgerichte der Grafschaft Hirsch-berg erst im Jahr 1513. aufgehoben. S- GeschichteUnd a ktenyi assige r Bericht von dem Kai-serlichen Landgericht und Grafschaft Hirsch-berg. 1751. Fol. Im Urkundenbuch Lit. S. 162 . s,Bei andern Gerichten zum Theil früher. Vergl, (Krcnncrs)baievische Lq ndtagshand. lungeu S- 333. undBeilagen zu gegenwärtiger Schrift P6-. ttt.

(4) Vergl. Bodmanns Rhe ing an isch e Alterthümer1t. Abthl, 6X1-1. Anm, 6. S° 671. ES galt an viele»Orten der Gerichtsbrauch, daß, wenn in derselben Sachemehrmalen des Rechts gefragt werden muste, der Rich-ter sich nicht mehrmals an denselben Schoppen wenden durf-te, sondern Verschiedene des Urtheils fragen muste. Diesesergibt sich besonder» au,s dem UrcheilSbrics vom Jahr 1422tu der Geschichte des Lechrains. Bd. II. S. 123. st. f.und aus dem rheinischen Urkheusbciefc v. I. 1326 bei Bod->!> a IIn a. a. O. S. 656. f. f.

(5) Welches wahrscheinlich die spatere Form ist, und wobei sichder Schuppe, weichem das Urtheil befohlen war, mit seinen