Druckschrift 
Vierter Band (1802)
Entstehung
Seite
183
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ES läßt sich aber besser denken, als schrei-ben oder lesen. ES ist überdem leicht lind

Padler vielleicht verstellen. Der Tadel kannsich nicht darauf beziehen, daß wir eine Per-son so anreden als wären es mehrere, dennda« thun jene Natioy-n selbst, er beziehetsich also entweder auf unsere größere Man-nigfaltigkeit hierin , oder darauf, daß wir,um diese Mannigfaltigkeit zu erhalten, diePersonen, Die wir anreden, auch als drittebetrachten, indem wir Er und Sie sagen.Ersteres ist sicherlich kein Fehler, so langemit der Mannigfaltigkeit der Zeichen auchMannigfaltigkeit der Begriffs verbunden Ist,und diese« ist hier gewiß der Fall. Wir un-terscheiden in Verhältnissen zwischen Menschengegen Menschen sehr'viel seiner als andereVölker, und dieses, der Grund davon liegenun ln Deutschem Familien - Stolz oder Deut-scher Philosophie, ist alle Mahl ein großerGewinn für die Sprache überhaupt, wie wirgleich sehe» werden. setztereS, wenn eS Tadelverdient, verdient ihn nicht mehr al« jedeVieldeutigkeit »er Wärter, wovon es in allenSprachen wimmelt; denn kein Deutscherder mit Jemanden durch Er und Sie spricht,denket steh dabei, jetzt noch dritte Personen.Diese Wörter sind also Wetter nicht« als alteZeichen, auch für neue Dearlffe beybehalten,welche« freylich zuweilen Zweydeutigkeit ver-ursachen kann , so wie tausend Wörter in allen