Druckschrift 
Dritter Band (1801)
Entstehung
Seite
477
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Shakespeare Palhognomik verdienteeine eigene Behandlung, von einem Mann,der einen stehenden Fond von Philosophiehatte, damit er nicht nach verübter That,unvermerkt das Gesetz gäbe, nach wel-chem er sich richtet, oder es mit derVernunft so hielte, daß er es nicht mitder Unvernunft verdürbe. Er müßte miteinem Herzen voll Menschenliebe arbeiten,aber ja ums Himmels Willen! voll Men-schenliebe die ein Heller Kopf leitet.Thätige Menschenliebe ohne Verstand ver-fehlt so gut ihren Zweck als Mcnschenhaßohne Macht: so wie dieser oft mehr gueles stiftet als böses, so stiftet jene nurallzu oft mehr böses als gutes. Nurmit dem traurigen Unterschied, daß ichden, der in der Absicht mir zu schadenmein Glück befördert, am Ende mit Lä-cheln bestrafen, hingegen den, der mich