der herum gegen den Wind und stieg noch höher.So ging's fort in aufsteigender Schneckenwin-dung, immer höher und höher.
Ein wahrer Himmelflug — rüste das Hähn-chen einmal über das andere! So hoch bin ichin meinem Leben nicht gewesen. Und du ruderstfast gar nicht, du spielst nur mit der Luft.
Freilich spiel' ich nur mit dem Winde! Wasbrauch' ich zu rudern, wenn ich Wind habe,sprach der Storch? Schuß und Wind, und Windund Schuß — das ist mein Bestes.
Ich lerne heute viel, sprach jetzt das Hähn-chen. Mein vieles Flattern und Schwirren ge-wöhn' ich mir ab! Künftighin wist ich ganz an-ders einherfliegen.
Wcnn's nur geht, Vetterchen, sagte der Storch.Weißt du was dir fehlt, Vetterchen? die Massefehlt dir, der Nachdruck.
Wie denn so, Vetter?
Ja, sieh, Flügel hast du wohl, Bruder, und,im Verhälmiß zur Körpermaffe, weit größereFlügel als ich: aber ich habe wieder das gün-stigere Verhältniß der Schneidfläche vor dirvoraus.
Schneidfläcüe? davon hör' ich zum erstenMal! Wie versteh' ich das, Vetter?
Fühlst du nicht, Vetterchen, daß dir die Vor-derluft viel zu schaffen macht? besonders wenndu gegen den Wind gehen willst?
Nun ja!
Du treibst aber doch deinen Leib hindurch.
Das thu' ich.
Nun, das thu' ich auch, Vetterchen: aber mirwird es leichter als dir. Denn, setz deine Schneid-fläche, mit der du jenen Widerstand überwin-dest ^1; so ist meine Schneidfläche — 81:weil, wie oberwähnter mein Landsmann sagt, die