Druckschrift 
Die Bestimmung des Menschen
Entstehung
Seite
82
Einzelbild herunterladen
 

82

I- Ohne Zweifel.

D. G. Du behauptest ferner diesen Ge-genstand roch, jenen blau zu sehen, diese»glatt, jenen rauh zu fühlen. Du mußt sonachroth von blau, glatt von rauh unterscheidenkönnen?

I. Ohne Zweifel.

D. S. Nun hast du diesen Unterschiednicht durch Nachdenken und Vergleichung die-ser Empfindungen in dir selbst gelernt, wie duso eben versichert. Aber vielleicht hast du inVergleichung der Gegenstände außerdir durch ihre rothe oder blaue Farbe, durchihre glatte oder rauhe Oberfläche, gelernt,was du in dir selbst als roth oder blau,als glatt oder rauh zu empfinden habest?

I. Dies ist unmöglich; denn die Wahr-nehmung der Gegenstände geht von der Wahr-nehmung meines eignen Zustandes aus, undwird durch diese bedingt, nicht aber umgekehrt.Gegenstände unterscheide ich erst dadurch, daßich meine eignen! Zustände unterscheide. Daß