Druckschrift 
8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
491
Einzelbild herunterladen
 

Jcs. »2, l7. iz.

Völker, trocknet eure Thrönen,Denn jerbrochcn ist da» Schwert!Gott hat euer frommes Sehnen,Eucrn lauten Schmerz erhört.

Unter heil'gen JubelpsalmenWch'n des Friedensengels Palmen.

Und eS strahlt ein frisches LebenDurch die heitre Welt HereinsDas Gebeugte will sich hebenAn der Freude Sonnenschein,

Ucber der Zerstörung TrümmernWill dje neue Schöpfung schimmern»

Völker, faltet eure HöndeDankbar preisend himmelwörtS;

Alle Fehde Hab' ein Ende,AuSgesöhnt sei jedes Her;;

Und Gerechtigkeit und MildeWerde zu des FricLcxS Schilde!

vieljährigcn blutigen Kämpfen ganzer Nationen endlichwieder Ruhe, und vielleicht lange Ruhe der Waffen.' Gott,Mit welchem Entzücken wurden die ersten Botschaften desWeltfriedens von jedem Herzen aufgcncmmcn! Ich hörte vonhundert freudigen Stimmen die Nachricht wiederholen, undimmer wieder von neuem das goldene Wort des Friedensklingen. Ich sah alle Augen von Vergnügen g'änzen. Ich sahFreudenthränen fließen. Nun achmele Jeder wieder freier. AlleSorge, alle Angst verschwand. Die Vergangenheit lag hinter, dem Menschengeschlecht, wie eine vorbeigezogene GewiltcrnachtVoller Schrecken, und die Zukunft kam mit allen Reizen undHoffnungen des Bessern geschmückt, wie ein Sommer morgenvoller Erquickung und Glanz.

Auch ich empfand die Seligkeit Mer. Auch ich freute michMit den Müttern, welche nun voller Sehnsucht die Rückkehrihrer Söhne, mit den Bräuten, welche die Heimkunft ihrer