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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
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Habe ich in diesem Jahre nicht bloß hier und da Almosen^ hingezeben, sondern auch wirklich hilfebedürftigen Personenwesentliche Hilfe geleistet, auch wenn es mir Mühe und Auf»Opferung kostete? Und wer sind die Unglücklichen alle, die ich^wenn auch nicht glücklich machte, doch erfreute?

War ich in dem, was ich Gutes that, immer von Ehrgtt;^Eitelkeit oder andern Nebenabsichten frei? Vollbrachte ich meinePflichten aus Liebe zu Gott, aus Liebe zu Jesu, aus Liebe zumGöt'lichen, oder aus Hoffnung irdischen Nutzens?

Bin ich ein strenger Freund der Gerechtigkeit gewesen?^abe ich Niemandem Unrecht gethan? Habe ich mich durchkeinen Betrug zum Nachtheile Anderer bereichert? Habe ich keimfremdes Gut mir zugeeignet und unterschlagen? Bin ich jeder?zeit ehrlich geblieben? Habe ich immer treu meine Versprechungerfüllt? War mir auch die geringste Lüge verhaßt?

Habe ich überall menschenfreundlich, nachsichtvoll geredetund gehandelt? War ich stets der Vertheidiger derer, die ma«verleumdete? Bezeigte ich mich auf alle Weise dankbar gegenmeine Wohlthäter und Jeden, der mir Liebes erwies? Entehrteich nicht mich, nicht meines Geistes Frieden durch Zank undStreit und ärgerliches, auffahrendes Wesen?

Liebe ich wirklich meine Mitmenschen also, daß ich gegenkeinen Menschen einigen Groll hege und selbst dem wohlchunmag, sobald eine Gelegenheit erscheint, der mich am meistenbeleidigte?

Habe ich gewissenhafte Treue in meinem Berufe gezeigt,Sanftmuth gegen die Niedrigen, Gehorsam und Achtung gegenmeine Vorgesetzten, Freundschaft gegen meine nächsten Bluts-verwandten? Sündigte ich in keiner Ausschweifung gegen meineneigenen Leib? nicht durch Hingebung in meine Launen? nichtdurch Zorn und Aerger? nicht durch Unmäßigkeit im Essen undTrinken? War ich immerdar sittsam, keusch und von Wollustrein? Entweihte ich mich durch unreine Begierden nie? Gabich allezeit durch mein Betragen Andern ein Beispiel, würdigder Nachahmung; gab ich nie durch Leichtsinn und Unüberlegt-heit ein Al rgerniß ?