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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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Untrüglichkeit, denn die erfüllten Weissagungen bürgen für sie;es bürget für ihre Wahrheit die ganze Schöpfung, die gestimmteinnere Natur des Menschen. Es bürget für sie, daß seit Jahr-tausenden Niemand, so einsichtvoll unv gelehrt er auch war,aufstand, der daran einen Jrrthum finden konnte; daß Niemandaufstand, der fähig gewesen wäre, eine bessere Lehre zu schaffen,welche mit Natur und Vernunft in reinerm Einklang stände,oder vollkommnere Eigenschaften besäße, Familien, Völkerund die gestimmte Menschheit zu beglücken und in sich selbstzu vollenden.

Darum war sein Wort Gotteslehre. Gott sprach aus ihmzu den Sterblichen. (Hebe. 1, 2.) Darum sagte Christus selbst:Ich habe nicht von mir selbst geredet, sondern der Vater, dermich gesandt hat, der hat mir das Gebot gegeben, was ich thunsoll. (Joh. 12, 49.)

Er aber zeigte den Bewohnern des Erdballs den von ihnenJahrtausende lang verkannten Gott; lehrte sie im Schöpfer desWeltalls ihren gemeinschaftlichen Vater lieben ; lehrte eine all-gemeine und tief bis in das Einzelnste unserer Angelegenheitenthätige Vorsehung; lehrte die schon von der Vernunft ver-muthetcn hohen Wahrheiten, daß unsterblich sei des MenschenGeist; daß Vergeltung in der ewigen Weltordnung herrsche,und unser Werth ober Unwerrh ein unvermeidliches Gericht zuerwarten habe.

Wohl haben auch weise Menschen, ehe Jesus ins Lebengetreten, erhabene Wahrheiten gelehrt aber was ihr Mundsprach, schien ihr Lebenswandel zu läugnen. Man hörte siewider die Macht der sinnlichen Begierde eifern, und ermahnen,nach Selbstherrschaft des Geistes und Kraft des Gemüthes zuringen ; aber man sah sie nur zu oft Beute ihrer eigenen Leiden-schaften werden. Man hörte sie Reichthum und Würden als Tandverachten, der nicht zur wahren Beseligung führe; aber sah siegleichwohl um Ehrenstellen und Volkögunst buhlen, und für eingemächliches Leben die Grundsätze und Pflichten aufopfern.

So nicht Jesus, der Göttliche. Die großen Wahrheiten,welche er den Sterblichen empfahl, stellte er an seiner Person