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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
418
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begreifen, was der geistige Leib ist, von welchem Paulus,der Apostel, redet; was das Unverwesliche ist, welches ausdem Verwcslichen aufcrstehen soll (1. Kor. 15, 42); wiedie Schwachheit abfällt, ins Grab gesäet wird, aber die Kraftaufersteht, und sich zum Himmlischen emporschwingt, reif zumbessern Leben. (1. Kor. 15, 43.) Dies also ist die Verklärungnach dem Tode; dies ist die geistige Auferstehung. Was in unsvom Staube ist, muß wieder Staub und Asche werden ; aberder Geist, angethan mit einem verklärten Leibe, trägt sodannoas Bild des Himmlischen, wie er sonst das Bild des Irdischengetragen hat. (1. Kor. 15, 49.) Der irdische Körper, im Grabeverwesend, empfindet nichts mehr ; aber er hat ja auch niemalsdurch sich selbst etwas empfunden. Es war ja der geistige Leib,«nämlich die Seele, welche eigentlich Alles wahrnahm undempfand. Sie wird cs also auch ferner noch, wenn sie vonihrer zerbrochenen Schale befreit ist; sie wird es unendlich zarterund schneller dann! Der Geist, sich in seiner geistigen Hüllebewußt, wird auch dann noch die Herrlichkeit Gottes in seinenSchöpfungen, wird auch dann noch die trauernden Geliebtenwahrnehmen und lieben. Aber er hat keine sinnlichen, körper-lichen Bedürfnisse mehr, er hat keine Thränrn mehr. Er istdas Bild des Himmlischen, dem er entstammt.

Wie wird mir sein, o dann mir sein, wenn Du mich rufst,mein Schöpfer, me n Vater! wenn nun der Augenblick meinerVerklärung erscheint; wenn meine Lebenden um mich weinen,wenn meine Verklärten sich mir nahen ; wenn ich mit gleicherLiebe beide segne! Und wenn ich vor Dich trete, geheiligt durchJesum Christum, nun Genosse seines Reichs, nun ihn selbstsuchend, nun vor Dir, o mein Gott, in höherer Dankbarkeit,in tieferer Ehrfurcht, in grenzenlosem Erstaunen anbeteach, daß mein unsterblicher Geist in aller Tugend reife zurgroßen Vollendung! Amen.