43 .
Zusammenhang desLebens und der Ewigkeit.
Offcnb, Joh. tä, tZ.
Nach ein'gen bald verblühten Stunde»/
Wenn Du mich ausgebildet hast/
Bin meiner Banden ich entbunden.
Und von mir füllt des Jrd'schcn Laß.
Die letzte Zühr' ist bald geweint.
Dem Staube bald mein Staub veseint.
Wert»' ich vor Freuden einst mich kennen.
Wenn nun der dunkle Schleier sinkt;
Wenn Engel Brudergeist mich nennen,
Mein Blick ins dreimal Heil'ge dringt;
Und was auf Erden heilig heißt,
Licht wird für den entbund'nen Geist?
Hier, eh' Du kommst mich zu entkleiden,
8st all mein Wissen doch nur Traum;
Von Millionen künft'ger FreudenAhn' ich die allerkleinste kaum.
Doch hoff' ich die mit Zuversicht,
Die Deine Treue mir verspricht.
Erbarmen Gottes ohne Schranken!
Der Himmel selbst hat Sprachen nicht.
Nicht Worte, ewig ihm zu dankenFür einen Strahl von Deinem Licht —
Ein Strahl von Dir erhellt mir mehr,
Als Sonn' und Mond und Sterncnhecr!
Acr ganze Zeitraum des Jahres ist eine schnelle Folge un-endlich kleiner Augenblicke. Wer empfindet das Wenige, wasim engen Zeitraum des flüchtigen Augenblicks ist, der schonverschwunden, indem ich an ihn denke? Am Ende des Jahreskommt mir das Jahr selber nur wie dein Augenblick vor. Ichhatte ihn, und habe ihn nicht mehr, und werde ihn nie wiederhaben. ,
Der Tag verfliegt. Einer um Len andern verfliegt. Es istAugenblick, da ich das Auge öffne und wieder schließe. DieWoche, der Monat, die Jahreszeit, was sind sie? Augenblicke,die ich zusammenzählte.
Ich finde in Allem einen beständigen Wechsel der Dinge;und doch bleibt im Grunde Alles dasselbe. Vor tausend und