deine Grundsätze von unreinen Schlacken läutern, und deinenSieg herrlicher machen.
Und wollte endlich unter allzugroßen Stürmen dein Muthsich beugen, deine Kraft brechen: o gedenke des Auferstandenen!Gott war mit Christus, Gott war mit jedem Edeln in den furcht«barsten Widerwärtigkeiten des Lebens; Gott ist mit dir, weildu mit ihm bist ! Es ist möglich, du kannst untergeben; aberwas gehr unter? Vielleicht die Ehre des Augenblicks, vielleichtdie Annehmlichkeit eines gemächlichen Lebens, vielleicht deinWohlstand, vielleicht dein irdisches Leben selbst. Was ist es dennmehr? Gehört dies Alles eigentlich dem erhabenen, unsterblichenWesen in dir, was du Geist nennst? Nein, -es ist Staub undTraum, was obnehin in jeder Todesstunde vom Menschen ab«fliegt. Laß nicht ab, dir getreu zu sein! Der gute Mensch kannuntergehen, die gute Sache aber nie.
Das Heilige gewinnt immerdar endlich den Sieg. Auf«erstandener, wunderbar verherrlichter, majestätischer Siegerüber Leben und Tod, Jesus, Messias,.der Glanz, welcher Deinzerstörtes Grab umstrahlt, lehrt mich diese hohe Wahrheit er«kennen, lehrt mich sie lieben. Auch Du hast gesiegt, und dieJahrtausende frohlocken, und ein durch Dich gerettetes, durchDich beseligtes Menschengeschlecht betet Drch an.
Wer von Deinen Zeitgenossen ahnete es, als Du demuthvollund verkannt unter ihnen wandeltest, daß Dein Name die Ehr«furcht und Liebe des ganzen Erdballs sein würde? Wer ahnetees, als Du das Erhabenste und Heiligste in göttlicher Pracktund Einfalt lehrtest, daß das Wort, in Einöden gesprochen oderim kleinen Kreise einzelner Vertrauten, nach langen Wrltalternnoch von den Lippen vieler Millionen wieder ertönen, in allenSprachen erklingen, in prachtvollen Tempeln wie in Einsam-keiten, in den Palästen der Fürsten und in den Hütten derArmuth gebetet werden würde? Wer ahnete es, als Du blutendauf Golgatha zwischen Mistethätern das Leben aushauchlest, unddie Bosheit jauchzte, der Glaubende zweifelte, und die Liebeschaudernd floh, daß dies K'euz das Sinnbild Deiner göttlichenVerdienste um das menschliche Geschlecht werden, in den Herfen