Nachwelt die Namen derer, welche von der Ungerechtigkeit der-Zeitgenossen geschmäht waren.
Dies soll uns erquicken und das Gemüth erheben; soll unSneuen Muth cinflößen, mit unwandelbarer Entschlossenheit gött-lich gut zu handeln. Wie die Weisesten und Edelsten unsererVorfahren, festen Blickes auf Gott, und das Gefühfl der Ge-rechtigkeit in der Brust, wollen wir die Sache, welche wir alsgut, gerecht und beglückend erkennen, schützen, möge auch derHaufe gemeiner Sterblichen uns verspotten, uns verleumden,uns falsche, niedrige Absichten andichten, uns hassen, uns rhätigschaden; das Heilige gewinnt endlich doch den Sieg!
Der Menschenfreund Christus, im großen Kampf mitseinem Schicksal, aber durch keine reizende Versuchung, durchkeine schreckende Drohung von seiner göttlichen Bahn verdrängt,immer voller Liebe mitten unter seinen Hassern, immer wohl-thuend mitten unter denen, die ihm Hebels thaten, sei meinVorbild, wie ich handeln müsse.
Der große Dulder Christus, in der Tiefe seiner Verlassen-Iheit, als ein Busenfreund ihn verricih, als die Schadenfreudeder Feind? frohlockte, als die Getreuesten unter seinen Gelieb-ten schüchtern von ihm flohen, und fein Eifrigster ihn verläug-nete, — er, noch da mit seiner Seelengröße und der Hoheitseiner Tugend einzig, göttlich — sei mein Vorbild, wie ichDulden müsse.
Der auferstandene Christus, in seiner Siegesmajestät, dieGewalt der Bosheit vernichtet unter chm, die Welt beseligt,die Anhänglichkeit der Geliebten herrlich belohnt, über sich der»Himmel offen, zu seinen Füßen die Erde mit allen Völkern an-betrnd, — er sei mein Vorbild, was ich hoffen müsse.
Das Heilige gewinnt immer den Sieg!— so sei denn heilig.Nur das Unreine zerfällt und vergeht! — so sei de»^ fern vomUnreinen. Ist die Stimme Gottes aus den Wundern der Natur,aus den Schicksalen der Menschheit, aus den heiligen Wortender Offenbarung kraftlos für dein Herz?
Sei heilig, das heißt, sei rein! Hüte dich vor dem Ein-flüsse sinnlicher Macht auf dein Gemüth, und was du unter-