Gott, o Gott, Du bist die Liebe! — Soll ich länger umdie Tobten weinen? — Sie gingen zu Dir — ich werde sie Wie-dersehen, die Seligen! — Im Glauben an Deine Vaterliebewird selbst der Schmerz der Sehnsucht zum süßen Genuß. —Ruhig erwarte ich die Stunde, da Du mich zu den Theuernzurückführst. O Ewigkeit meiner Seligkeiten, mit Entzückensehe ich zu Dir empor, mit Dankbarkeit zu dem, der sie mirvon Anbeginn bereitet hat!
40.
Deutungen aus der Ewigkeit.Sechste Betrachtung.Wiedersehen.
Offenb. Joh. 3, 21 .
Nein / nein, das Weltall ist kein Traum,
Kein Bruchstück ist das Leben;
Ein Einz'ges ist des Weltalls Raum,
Und dies und jenes Leben!
Die Geister steigen nur empor;
Die Lieben, die ich hier verlor,
Sie harren meiner droben.
Verheißung, die uns Jesus gab,
Du füllst uns mit Entzücken;
Umstrahlest unsrer Lieben Grab,
Auf das wir weinend blicken.
Du führest auf des Glaubens Bahn
Die müden Seelen himmelanZur ewigen Vereinung!
i-4»>u hörest die Offenbarungen Jesu; du hörest die Stimmen einermehrjausendjährigen Vergangenheit; du vernimmst das beredteLeugniß der Natur, vom Staubkorn bis zum Sterne; du ver-nimmst eine Verkündigung von deinem innern Richter, demGewissen. Du bekennest: Ja, es ist ein Gott! es ist einhöchstes, heiliges, gerechtes Wesen, welches das Weltall ord-nete und die tosten, wunderbaren Kräfte leitet; das, als einewiger Geist, die Geister als seine Kinder liebt; das nichtbereut, was es in höchster Weisheit schuf; das nicht das geringste