Druckschrift 
8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
371
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Gott, o Gott, Du bist die Liebe! Soll ich länger umdie Tobten weinen? Sie gingen zu Dir ich werde sie Wie-dersehen, die Seligen! Im Glauben an Deine Vaterliebewird selbst der Schmerz der Sehnsucht zum süßen Genuß.Ruhig erwarte ich die Stunde, da Du mich zu den Theuernzurückführst. O Ewigkeit meiner Seligkeiten, mit Entzückensehe ich zu Dir empor, mit Dankbarkeit zu dem, der sie mirvon Anbeginn bereitet hat!

40.

Deutungen aus der Ewigkeit.Sechste Betrachtung.Wiedersehen.

Offenb. Joh. 3, 21 .

Nein / nein, das Weltall ist kein Traum,

Kein Bruchstück ist das Leben;

Ein Einz'ges ist des Weltalls Raum,

Und dies und jenes Leben!

Die Geister steigen nur empor;

Die Lieben, die ich hier verlor,

Sie harren meiner droben.

Verheißung, die uns Jesus gab,

Du füllst uns mit Entzücken;

Umstrahlest unsrer Lieben Grab,

Auf das wir weinend blicken.

Du führest auf des Glaubens Bahn

Die müden Seelen himmelanZur ewigen Vereinung!

i-4»>u hörest die Offenbarungen Jesu; du hörest die Stimmen einermehrjausendjährigen Vergangenheit; du vernimmst das beredteLeugniß der Natur, vom Staubkorn bis zum Sterne; du ver-nimmst eine Verkündigung von deinem innern Richter, demGewissen. Du bekennest: Ja, es ist ein Gott! es ist einhöchstes, heiliges, gerechtes Wesen, welches das Weltall ord-nete und die tosten, wunderbaren Kräfte leitet; das, als einewiger Geist, die Geister als seine Kinder liebt; das nichtbereut, was es in höchster Weisheit schuf; das nicht das geringste