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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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In der Natur hat jedes Ungesetzmäßige seine Übeln, allesNaturgemäße seine erfreulichen Wirkungen. Was auch geschehe,es hat seine sich unter mancherlei Gestalten fortpflanzendenWirkungen, die sich ins Unendliche verlieren. Wir können dieFolgen einer Sache aber nicht immer mit Sicherheit von denFolgen der andern unterscheiden, weil sie sich durch einandervermengen. Doch Alles, was sich heute zuträgt, ist die Wirkungvon gestern, wie das gestrige eine Erzeugung vorhergehenderTage gewesen ist. Cs kann sich morgen nichts begeben, wozunicht heute der Grund gelegt worden ist, oder sonst schon vor-handen wäre. Und was wir Zufall nennen, ist nur Wirkungder um so tiefer im Gewühl der Ereignisse liegenden Ursachen;Wirkung eines Umstandes, den wir nicht beachtet hatten, demxrber der Herr des Weltalls dennoch seine Bestimmung gegeben.Ln diesem Strome der Ursachen und Wirkungen waltet dasZepter des großen Vergelters.

Betrachten wir die geringsten Handlungen der Menschen :sie haben ihre Folgen, wie die Handlungen der Natur. Es istkein Unterschied. Unklugheit schadet, Klugheit hilft, Leichtsinnspielt gedankenlos auf Gerathewohl, wo bald Gelingen, baldMißlingen ist. Wie, sollen denn einfache Narurbegebenbcitcn,sollen die Begehungen der Klugheit und Unklugheit vom Thierewie vom Menschen ihre unabänderlichen Folgen haben, undsoll nur allein das eine Ausnahme von dem allgemeinen Gottes--gesctze machen, was eben das erhabenste ist, wozu der Menschen-geist Fähigkeit hat? Bleibt nur die Tugend, die vollendeteGröße der unsterblichen Seele, ohne Wirkung für sie selbst? Istes gleichgültig, ob der mit freiem Willen göttlich ausgcstatteteMensch gottähnlicher oder thierähnlicher wird? Wer kann diesglauben, der die ernst lehrende Welt kennt? Wer mag diesglauben, der seiner Vernunft noch mächtig ist? Wer wird diesglauben, der in Jesu die höchste Weisheit sucht, und im aller»Vollkommensten Wesen, in Gott, nicht die höchste Gerechtigkeitvermissen kann?

Es ist Vergeltung! Sie herrscht über das Todte, warum n.chtüber das Lebendige? In diesem Menschenkörper aber liegt eine