Unglück, zwischen Blumen und Dornen unsere Bildungsschulefür die Ewigkeit. Wie beklagenswürdig ist die Feigheit oder derWahnsinn des Selbstmörders, welcher, vom irdischen Ungemachgequält, die Bande mit frecher Hand zerreißt, die ihn an diesLeben binden, weil er der Hoffnung ist, dort werde er einbesseres Schicksal finden! Wer gab ihm denn hienieden dasSchicksal? Gab er es sich selbst durch eigene Vergehungen : wiedarf er erwarten, dort ein höheres, besseres, vollkommneresWesen zu sein, als er hienieden war? Oder gab Gott ihmprüfend das Schicksal: warum wollte er sich den Leitungen seinesweisen Schöpfers und Vaters entziehen? Wähnt er, der Aller-weiseste werde nun dieses Eigensinnes, dieser feigen Weichlich-keit willen seine Rathschlüsse ändern? Glaubt er, Gott und dmgöttlichen Leitungen zu entrinnen?
Der Christ, im Vertrauen auf die Vaterhand, welche ihmleitet, im Glauben an die Unsterblichkeit seines Geistes, eineUnsterblichkeit, welche allen Menschen geoffenbart ist, wird,was ihm hienieden des Guten und Bösen geschieht, was erhienieden erwirbt, Freunde, Güter, Würden, Feinde, Armuth,Schmach, Alles nur als Mittel zur Erhebung, zur Reinigungseines Gemüths gebrauchen. Er wird diese Erde, diese Schulelieben, worin er sich zu einem höhern Stande vorbereitensoll. Er wird einst ohne Furcht und Schrecken das Ende seinerWanderung hcrbeinahen sehen.
Wenn aber dies Verwesliche wird anziehen das Unverwes-liche, und dies Sterbliche wird anziehen das Unsterbliche, dannwird erfüllet werden das Wort, das geschrieben stehet: DerTod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel?Hölle, wo ist dein Sieg? — Gott aber sei Dank, der unsden Sieg gegeben hat, durch unfern Herrn Jesum Christum.(1. Kor. l5, 54. 55. 57.)
Einst schwingt mein Geist sich auf vom StaubeZu meinem Heile, das ich glaube,
Zu Dir, o mein Messias, los!
Einst nimmst Du meinen Leib, o Erde,
Damit ich gan; unsterblich werde,
Hn deinen mütterlichen Schoos.