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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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und Welten magnetisch zusammenbindet, und allen lebendigenWesen unter der Sonne das Gefühl der Freundschaft zumschönsten Gute macht, die Herrlichkeit besserer Welten mit Ver-nichtung treuer Liebe beginnen, die das Gesetz seiner ganzenSchöpfung ist? Nein, nein, aus der Zeit und Ewigkeit be-gegnen sich treue Seelen liebend, und bieten einander die Handüber den Gräbern. Ich habe euer nicht vergessen; und ihr wissetum meine unsterbliche Zärtlichkeit; ihr crwiedert sie in der Er,habenheit eures bessern Seins.

Fließet immerhin, ihr Zähren der Wehmuth; blutet immer-hin von neuem, ihr alten, tiefen Wunden meines treuen Her-zens! Ach, die von mir schieden, sie waren euer wohl würdig.Ihr seid gleichsam das heilige Opfer, und das Einzige, was ichihnen noch darbringen kann. Es ist mir süß, zu glauben, daßsie, denen es gilt, es kennen und lieben. Rinnet, o Thränen,brechet wieder auf, ihr blutenden Herzwunden! In euch ver-blutet sich noch die Sinnlichkeit und meine Anhänglichkeit anden Nichtigkeiten des Erdenlebens; in euch verbluten sich auchder unedeln Leidenschaften viele, welche den Freuden und Leidendieser Zeit einen Hähern Preis geben möchten, als sie verdienen.Ich werde in Gedanken an die Verklärten selbst verklärter, undeine feierliche Zufriedenheit wird herrschender in meinem Ge-müth. Nur da wird diese Zufriedenheit nie einkehren, nurda wird der Schmerz um die Verstorbenen zur dumpfen Vec-zweifelung, wo der Glaube an Gott und Ewigkeit fehlt,und der Mensch, von seinem Wahnsinn geblendet, die Mög-lichkeit träumt, den Todtcn sei Alles todt und Alles genom-men. Da ist die Thräne hoffnungsloser Traurigkeit eine feier,liche Anklage der Grausamkeit des höchsten Wesens, und zugleicheine Erklärung, daß der Mensch liebevoller und edler sei, alsdie Gottheit selber, die, Alles belebend und vereinend, überdenSternen thront.

Es ist wohl thöricht, wenn der Trauernde, indem er an dieihm entrissenen Geliebten denkt, sich nur ihre Gestalt vorstellt,wie sie im Leben und Umgang so holdselig war, und nun kalt,fühllos, mit Erde belastet, im Grabe liegt; wenn er eingedenk