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29.
Die Bestimmung des Menschen.
2. Kor. ä, 17. 18.
Laßt das Siegeslicd erschallen!
Uns hat er den Sieg gebracht,
Uns, die noch auf Gräbern wallen.
Aufgehellt die Todesnacht.
Herrlich ist sein Werk gelungen,
Uns hat er den Sieg errungen.
Gott, in welcher SonncnklarhcitStrahlt, was uns Dein Sohn verheißt,
Strahlt die große HimmelSwahrhcit:
„Ewig ist des Menschen Geist,
Tugend reicht an Gottes ThroneDer Vollendung SiegcSkrone!"
Stimme keine TrauerliederBei der Frommen Gräber an:
Ins Unendliche, o Brüder,
Wandeln Geister ihre Bahn:
Christus hat den Sieg errungen,
Und des Todes Macht bezwungen!
Es hat uns Christus, der Herr, im Spiegel seines Erdenlebensgeoffenbaret, was wir sind, was wir sein sollen. Ich erkennein ihm meine Bestimmungen. Von seiner Geburtsstunde an, indürftiger Krippe, bis zu seiner Verherrlichung über den Gräbern,ist er die heilige Andeutung dessen, was die Gottheit will, daßder Sterbliche sei. In niedriger Dunkelheit ward er geboren,daß wir bedenken, nicht Herkunft und Rang, nicht Reichthum,noch Pracht geben dem Menschen einen Adel, der vor Gott gilt.Arm starb er; ein Fremdling mußte ihm die Begräbwßstärteleihen, daß wir bedenken, unsere Bestimmung auf Erden sei nicht,Schätze des Staubes zu sammeln und am Sichtbaren zu halten, ^sondern nach dem Unsichtbaren zu streben. Nirgends sagt dieheilige Schrift, daß Jesus zugenommen habe an Gütern undirdischen Würden und Erkenntniß des Göttlichen. Sein Lebenwar ein wohlthäliges, großes Tagewerk, die Menschen zu be-glücken; er brachte den Sterblichen Erlösung von Jrrrhumund Sünde, und sein Geist gedachte nicht bloß der Zeitgenossen,