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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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Geiste und in der Wahrheit. Durch ihn habe ich die heilige Zu,verficht, daß Gott mit mir ist, weil ich in ihm bin. Ist aber ermit mir, vor dem fich ehrfurchtvoll der Cherub und Seraph«- beugt, vor dessen Wink die Welten zittern; wer mag widermich sein? Ihr, die ihr auf eigene Kraft das Gebäude euresStolzes gegründet: ein Athemzug in eurer Brust zu wenig,eine Muskel, die den Dienst versagt, und ihr seid Staub. Ihr,die ihr mit herrischem, thierartigem Eigenwillen euch selbstGötter zu sein dünket, von Gott abfallend sein Gesetz verachtetund eure Leibeslüste zu Gesetzen macht, das Recht mit Füßentretet aus Hochmuth, die Unschuld verderbet auS UebermuthGott ist mit mir, was vermöaet ihr wider mich ? Den Leib könnetihr tödten, das fürchte ich nicht; aber mein Ich könnet ihr nicht,nicht die unsterbliche Seele tödten. Das Gcisterreich ist dasReich des Lebens, da ist kein Tod! Darum zittere ich nicht vorirdischer Gewalt. Das vermag ich durch den, der mich mächtigmacht, Christum!

Ich bin mächtig durch ihn demGeiste nachalso durch das, was ich geistig von ihm empfangen habe, dieTugend. Diese ist der Weg, auf welchem ich zu Gott gelange;diese das Band, welches mich mit Gott verknüpfet. Ich binmächtig durch Christum, denn er lebet in mir, nicht dem Leibenach, sondern geistig; durch sein Wort, durch seine Lehre,durch sein Vorbild in aller Gerechtigkeit. Er ist uns gemachtvon Gott zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung undzur Erlösung. (1. Kor. 1, 20.)

Luch er war Mensch, wie ich, auf daß ich und Jeder er-kennen solle, es sei ein heiliges Leben im irdischen Leibe mög-lich, und die Tugend, das Gottähnlichwerden, kein nichtigerTraum, keine überspannte Erwartung der Schwärmerei. Jesusward von menschlichen Trieben gereizt, von mancherlei Gefühlenbewegt, wie ich. Er ist versucht worden allenthalben, gleich wiewir, doch ohne Sünde geblieben. (Hebr. 4, 15.)

Er hat mich erlöset von der Gewalt der Sünde durch seinheiliges Wort, welches mich über mich selbst und meinen elendenZustand aufklärte. Denn ich wandelte im finstern Thale des