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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
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203
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Blicke auf zum Herrn und zum Himmel, wo der Allliebende,der Allvergelter wohnt. Von daher strömt jener stille Frieden^jene göttliche, unveränderliche Heiterkeit in das unruhige Herz,nach der er sich sehnt. Wer nicht auch unter dem größtenWechsel seiner Schicksale gleichgültig sein kann. Wer nicht durchLicht und Finsterniß mit gleichem frohem Muthe wallen kann:s der ist noch ohne Glauben, ohne Vertrauen zu Gott undseiner heiligen Vorsehung; o, in dem ist noch Jesu heiligerGeist nicht mächtig geworden; der kennt noch seine eigene, hoheBestimmung nicht, und ist ein irdisches Wesen, nur in irdischenDingen versunken. Er muß die schmerzenvollen Dornen desLebens fühlen, daß er von der Unzulänglichkeit dessen überzeugtwerde, was hienieden ist; daß er aufschauen lerne zum Herrn,von dem allein alles Gute kommt; daß er in Jesu seinen Freund,seinen Befeliger, seinen Erlöser, und in der Ewigkeit seine Hei-nrath erkenne.

Jesus, mein Erlöser, lebt! Mit ihm auch ich! Mit ihmseben auch Alle, die Gott mir gab; mit ihm auch Alle, dieGott mir nahm! Er lebt, lebt ewig, und mit ihm werdesuch ich ewig leben! Auch ich spreche, wie er auf Erden sprach:Unser Schatz ist im Himmel, und sein Reich ist,nicht von dieserVergänglichen Welt.

Ja, ich will emporschauen, Vater im Himmel, zu Dir,wenn mich hienieden Schmerzen bedecken. Empor will ich zuDir schauen aus der Nacht meiner Sorgen, aus den Labyrinthenmeiner Erdcnbahn, und ich werde wieder Frieden finden. MeineSeele wird sich in dem Gedanken an Dich läutern und heiligen.Sie wird von Dir nicht wieder zurückblicken auf die Welt undSieS Leben, ohne darin Ordnung, Plan und Harmonie zubewundern. Sie wird sich mit sich selbst und ihrem Dasein2>r» söhnen, indem sie erkennt, daß doch Alles unterm Himmelnur Weg, nur Mittel zum Ewigen ist; daß Alles, Reichthumund Mucht, Kenntniß und Würden, und was der Menschschön und vortrefflich nennt, nur Werkzeug der Tugendsein soll; daß aber Armuth und Niedrigkeit, Verachtung und