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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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Der Engel Dasein.

Matth. 18/ io.

WaS wir versteh'»/ entdecken wirIn Schimmern von Empfindung:

Gott! aber Dir war'S sonnenhellSchon vor der Welten Gründung.

Wir sammeln viel durch Ulttcrricht/

Durch Schluß an Schluß zusammen:

Wie mühsam! Dies zerstreute Licht/

Strahlt wie ein Meer von Flammen/

Vor Deinem Angesicht!

Der Wesen nie gezählte Zahl/

Die je zum Dasein kamen/

Durchschaust Du all' und auf einmal/

Und nennest sie bei Namen /

Dringst bis auf ihren Keim in sie;

Der Täuschungen GefahrenEntziehen Deinen Augen nieDaS/ was sie sind und waren/

Nie/ was sie werden sollen.

Solch ein Erkenntniß ist bei Dir; ^

Mir schaudert vor der Höhe/

Und vor der Tiefe schaudert mir/

An der ich betend stehe.

Ich weich'/ ich zitt're/ Gott / zurück

Ich kann ihr Maß nicht finden/

Selbst nicht des ersten Engels BlickKann diese Tief' ergründen/

Kann diese Höh' ermessen!

Äas menschliche Geschlecht war seit den frühesten Zeiten desAltcrthums geneigt, an das Dasein gewisser höherer Wesen zuglauben, die, obgleich Geschöpfe Gottes, doch den Menschen anVollkommenheiten unendlich überlegen wären. Dieser Glaubewar sehr natürlich. Denn je mehr man die verschiedenen Theileder Schöpfung kennen lernte, je mehr ward man überzeugt,daß in der Natur keine Lücke sti; daß Alles darin, wie eineunendliche Kette, zusammenhänge; daß das unvollkommensteWesen, das tiefste Glied dieser Kette, nur durch millionenfachverschiedene Abstufungen und Uebergänge anderer, höhererGlieder mit dem Vollkommnern zusammenhänge; daß zwischen