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keine Arznei wird dich dann so erquicken, als der seligmachmdeGedanke: Es zürnt dir Niemand ; es sendet dir wohl manchesgute Herz einen wchmüthigen Seufzer in die Ewigkeit nach, keinsaber einen Fluch!
Dann verherrliche in der Schmerzensstunde dein Christen-thum durch Geduld, durch fromme Ergebung in dm Willendeines Schöpfers, der dich von jeher führte, und der dich fernerführt, dort wie hier. Dann verherrliche deinen Glauben anGottes Vorsehung durch stilles Vertrauen und ruhiges Erwartenrmd freudigen Mulh. — Wünsche dir den Tod nicht, aber fürchteauch das sanfte Entschlummern nicht. Millionen sind vor dirgestorben, Millionen werden nach dir sterben — dies ist dasgöttliche Gesetz der Weltordnung; es ist zum Heil der Welt.Du bist schon oft gestorben. So vielmal du eingeschlafcn bist imLeben, so oft hast du den Tod empfunden. Was ist's denn mehr,wenn du zum letztenmal einschlummerst? — Du entschlummerstnicht, nein, nur dein Leib; deine Seele entschläft nicht, siewacht in Gott; sie lebt in Gott; sie schwebt scköncrn Verhält-nissen zu, und lächelt ihrer ehemaligen Besorgnisse.
Und gesetzt, deine Krankheit wäre nicht Todeskrankheit, dusolllest wider genesen — ist es denn ein so großes Glück? Dubist vom offenen Grabe zurückgetreten, um nach wenigen Jahrenwieder zur gleichen Stätte hinzukommen. Dein Eidcntraum istum wenige Augenblicke verlängert — und die Herrlichkeit derbessern Welt, die dir bereitet ist, nach Jesu Verheißung, ist dirum wenige Tage verzögert.
Auch auf dem Krankenbette höre nicht auf, wohlthätig fürvcm.e Mitbrüder zu wirken. Auch auf dem Krankenbette thueGutcF, ohne Aufhören. Hast du des Guten irgend etwas ingesunden Tagen zu üben vergessen: verrichte es jetzt nochwie du kannst. Keiner deiner Ltbenstage verfließe ohne eineChnstenthat. Die Erinnerung deiner Tugend wird dich imTode verklären.
Doch krank oder gesund — jederzeit ist der Christ bereit,das Irdische mir dem Ewigen zu vertauschen. Nicht daß duunaufhörlich deine Seele mit Todesgedankcn beschäftigen solltest,