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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
111
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ganze Weltall wunderbar bewegendes Wesen, als ein sich selbstunbewußtes Machtding, welches die Welten in ungeheuer»Raumen und den Saft in den Adern des kleinsten Moosesnach ewigen Gesetzen rollt; so ist der sich seiner selbst bewußteMensch göttlicher und vorzüglicher als Gott so ist Vernunft,Wahrheit, Offenbarung ein Wahnsinn.

Denkst du dir Gott, deinen Gott, den Gott des Welt,alls, als kein todtes Wesen, das nur bewußtlos Wunder wirkt,(ein Wahnsinn ist, es zu sagen!) oso ehre ihn in den erhabenstenVorstellungen, welche er dir selbst von sich gewährt. Du furch,test, sie seien noch immer seiner Majestät unwürdig? Nein, dasist Gottes nicht unwürdig, was er uns selbst von ihm zu denkenverlieh. Siehe, der hohe, tausendfach mit entfernten Weltengestirnte Himmel wirft ein Abbild von sich in den Spiegel deinesAuges, und wie klein ist doch dein Auge, und wie unermeßlichsind doch jene Entfernungen und Räume, die zu berechnen undzu umfassen selbst dein geübtester Verstand nicht zureicht! Unddennoch malt sich dieses unermeßliche im Kleinen auf der glän,zenden Oberfläche deines Auges, und daher geschieht es allein,daß du es sehen und bewundern kannst. So die unendlicheGottheit! Auch sie spiegelt ihre Vollkommenheit und Größe,die kein Geist ergründet, im Blick des Geistes ab!

Und Liebe für das Schöne, Wahre, Gute, Heilige, Voll-kommene lebt im ganzen Geisterreiche eine liebende Weisheit

verkündigt sich in allen Wundern der Erde und des Himmels-

was Gott durch seine Macht zu dir spricht, willst du es bezwei-feln? Du wagst es, den Menschen erhaben zu finden durchseine heilige Liebe, und dennoch stehst du an, Gott die reinsteLiebe zu nennen? Wenn der Mensch aus Liebe zur Gottheit,aus Liebe zur Tugend alle Freuden des Lebens willig opfertwie groß steht er da! Und Gott soll nicht die reinste Liebesein? Der Mensch soll etwas noch Göttlicheres in sich tragen,als Gott selbst?

Hinweg mit den Verirrungen des menschlichen Wahnwitzesund einseitiger Erkenntniß. Du bist, o Gott, die reinste Liebe!Du gäbst uns dieses heilige, durch Einfluß der Sinnlichkeit nur