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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
97
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das holdselige Kind lächelnd erschiene, das sie durch den Todverlor ; wenn dem liebenden Gatten der Geist seiner verklärtenGattin Trost aus schönen Gefilden in das wunde Herz brächte;ach! wenn eine Verbindung, ein Umgang mit den entschwundenenLieblingen möglich wäre; wenn das irdische Leben sich so nah andie jetzt verschleierte Ewigkeit drängen, und der Staub den Geistberühren könnte: welch ein erhabenes Loos der Menschheit wäre

dies!-Ach, wir müssen es entbehren. Wir sind desselben

noch nicht würdig. Staub ist Staub, und das Geistige wohntin herrlicher» Verhältnissen.

Ich will nicht fragen, ob die Erscheinung abgeschiedenerSeelen möglich sei. Es ist ja Vieles möglich, was darumauf Erden noch nicht erfüllt ist Ich würde mich, wie tausendAndere, in unfruchtbare Muthmaßungen verirren, und ausdem Labyrinth meiner Gedanken noch unzufriedener heraus-treten, als ich hineintrat.

, Aber fragen will ich: Sind Erscheinungen der Tobten wirklichvorhanden? Wer kann hier antworten? Wer will mich mitZuverlässigkeit darüber unterrichten? Nur drei Lehrer gibtes, die mir Auskunft ertheilen können: Jesus Christus,die Erfahrung und die Vernunft, durch welche Gott seinenWillen auch den Heiden offenbart. ,

Ich finde aber in der-Lebensgeschichte des göttlichen Heilandesmancherlei wunderbare Erscheinungen, welche unerklärlich sind.Ich sehe ihn mit Engeln im Umgang. Ich sehe ihn, als seineJünger Jakobus, Petrus und Johannes ihn auf das Gebirgebegleiten, dort im Glanze der Verklärung, und zweiehrwürdige Männer der Vorwelt, Männer, die kein irdischesAuge sterben sah, Moses und Elias, an seiner Seite, inUnterhaltung mit ihm. Ich höre eine Stimme aus denWolken fallen üb« ihn, die da ruft: Das ist mein lieberSohn, den sollt ihr hören! (Mark. 9,2 9.) Ich seheHimmelserscheinungen 'an seinem Grabe wachen. Ichsehe den am Kreuze Gestorbenen und Begrabenen wiederlebendig unter den Seinigen, als siegreich Au ferstan denenwieder umherwandeln.