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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
94
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Was D»/ mein Gott / verhüllt/

Das will ich nicht enthüllen;

Genug/ daß mir aus Deinem WillenNur Wohlthat quillt!

ES wird die EwigkeitMir viele Rüthsel lösen;

Nicht hier/ dort sch' ich höh're WesenIn Herrlichkeit.

Ab die Seelen verstorbener Menschen noch ihren Freunden oderFeinden Zeichen des Daseins geben können; ob sie uns durch denSinn des Auges, oder Ohres, oder Gefühles wiedererscheinen

können, oder i^cht-dies ist kein Grundsatz der christlichen

Glaubenslehre, folglich in Absicht auf die Religion selbst etwasganz Gleichgültiges. Daher folgt hier Jedermann, ohne deshalbsträflich zu sein, eigenen Meinungen; Manche glauben ihreGründe zu haben, Gespenster, Geistererschcinungen, AhnungenAbwesender oder Verstorbener anzunehmen; Manche verwerfendergleichen als grundlose Einbildungen.

Da nun die Religion Jesu Christi, da die Worte und LehrenJesu selbst, die er während seines Erdcnlebens sprach, uns überdie eigentliche Beschaffenheit des Geisterreichs keineAufklärung geben, und nichts Bestimmtes über den Zustandund das Wesen der Seele nach dem Lode des Leibes mittheilten,sondern höchstens nur andeuteten, was unsere Seelen jenseits desGrabes nicht sein, und was sie nicht thun werden: so bleibt allesBemühen eitel, den Schleier von der geheimm'ßvollen Zukunfthinwegzuziehen. Wir verlieren uns bei solchen Untersuchungenin dunkele Träumereien, ohne Haltbarkeit und Gewißheit, undunser Nachdenken ist zuletzt nichts, als das vergebliche Spieleiner unnützen Neugier.

Hätte die Weisheit Gottes cs der menschlichen Wohlfahrt undRuhe für nützlich erachtet, die lebende Welt von den wirklichenUmständen und Verhältnissen des Geisterreichs zu belehren : o so