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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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Was sind für ein edles Gemüth die Schrecken des Todes?Gaukelspiele der Einbildungskraft, vor welchen nicht die Seele,sondern das Irdische an und in uns zittert. Hat JesusChristus nicht die Schrecken des Todes für uns überwunden?Hat er uns nicht den freudigen Zugang zum Vater eröffnet,indem er uns lehrte vollkommen werden, wie unser Vater imHimmel vollkommen ist?

Möge der Leib schaudern, Asche zu werden, wenn er auf-hört , ein Werkzeug seiner Seele zu sein> aber ein heiligesEntzücken erfüllt zugleich die Seele des Gerechten. Denn fürsie ist im großen Weltall nur ein Leben, und nirgends Tod;für sie ist Alles ein großer Zusammenhang, nirgends eine Zer-reißung der ewigen Kette von Wesen, die Gottes Allmachthandzusammenknüpfte.

Millionen überwanden vor mir. Millionen werden über-winden nach mir. Sollte ich allein da stehen, und feig und dochvergebens vor einem Tode zittern, der kein Tod ist? Nicht dvch^muthig und mit Frohsinn lasset uns hinwandeln im Glauben,wenn auch nicht im Schauen. (2. Kor. 5, 7.) Diese Freunde,diese Kinder, diese Geliebten, an denen mein Herz so innighängt, und wenn ich sie verlasse, werde ich sie dann auf ewigverlassen? Es ist ja nur Trennung von der flüchtigen Dauereiner Sommernacht. Ihre mir verwandten Seelen bleiben mirja doch treu. Die wunderbar gütige Hand der Vorsehung,welche uns im Dunkel dieses Lebens zusammenführte, wird unsauch im Lichte wieder vereinen. Gott, den der ewige Sohn,den Jesus die Liebe, die höchste, reinste Liebe nennt, wirddie Liebe nicht tödten und trennen, die er selbst schuf. Nein, derAllerheiligste, dem wir durch Liebe ähnlich werden können, wirddie Tugend und Liebe nicht, gleich dem Staube, verblühen lassen,von dem sie nicht herstammt.

Ist es denn meines Vaters Wille, soll ich früher von hinnenscheiden, als ihr, o meines Herzens Vertraute, ihr Geliebten,die Gott mir gab, die Tage meines Lebens zu verschönernzärtlich seid noch von meinem sterbenden Blicke gesegnet, wennmir der Ewige winkt. Eure Thränen der Wehmuth an meinem