oder wachend wieder. Hin gegen was er bei geschlossenen Sinnen,oder schlafend, lebt, unabhängig vom Körper, dessen erinnerter sich wachend nicht, oder allenfalls nur dunkel aus Träumen,in die er Übertritt, wen n er seine Verbindung und Thätigkeit mitden Werkzeugen des Körpers wieder anknüpft.
Allein in dem Ausland, da er gleichsam unabhängig vomKörper, bei geschlossenen Sinnen, für sich selbst lebt, erinnerter sich sowohl alles dessen, was er wachend gethan hat, als auchdessen, was er in seinem unabhängigen Zustande lebte. Hiergenießt er also gleichsam die Frucht von seinem doppelten Dasein.An uns selbst können wir dies nicht leicht wahrnehmen, weilwir wachend nur das einfache Sinnen- und Leibeslebenführen, wo wir uns von dem Fürsichsein des Geistes keineVorstellung machen. Aber doch, auf der Grenzscheide beiderZustände, wo das Sinnenleben und Fürsichsein des Geistes zu-sammenschmilzt, im Traum, entdecken wir die Spuren. Soerinnern wir uns zuweilen erst im Traum eines früher gehabtenTraumes, dessen Bild wir wachend nicht fähig waren herzustellen.Ein Beweis von der Thätigkeit des Geistes in Augenblicken, diewir wachend nicht mehr kannten. So begegnet vielen Menschen,daß sie bei manchen Anlässen zu sich selbst sprechen möchten:„Wie ist mir, ist das, was jetzt geschieht, nicht schon einmal dagewesen? Habe ich das nicht schon erlebt? " Sie sind dessen sosicher, daß sie oft in dem Augenblicke wissen, wer nun reden,was man nun reden und thun werde, weil es schon einmal ge-schehen ist. Und in der That, was sie dachten, wird gereder,wird gethan. Und doch ist dieS keine Wiederholung einer wirklichwachend erlebten Begebenheit, sondern offenbar eine aufregendeErinnerung an die Beschäftigung des Geistes während seinesFürsichseins. Er trat damals in die Zukunft gleichsam spielendhinaus. Für ihn, unabhängig von den Sinnen des Leibes, istkeine Trennung vom Künftigen gewesen. Wachend haben wirnur seltene schwache Abspiegelungen vom Thun des Geistes inseinem Fürsichsein.
Auffallender, als an sich selbst, erkennt inan die ans Wunder-bare grenzende Hoheit des Geistes, und seines Selbstbewußtseins,