Druckschrift 
8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
33
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Hell. Laß meine Seele nicht in Jammer und Furcht verschmach-ten. Du kannst mir beistehen. O wie oft schon warst Du irrden traurigsten Zeiten mein Beistand, mein Erretter!

Siehe, umTrostwarmirsehr bange. O wie oft!Ich schmeckte die Bitterkeit des Lebens schon in vollem Maße.Es gab mehr als einen Tag, da ich um meine Erhaltung be-kümmert war. Sorgen um meine geringen Glücksumständedrückten mich zu Boden. Aus einer Verlegenheit ging ich in eineandere und größere über. Ich sah nicht mehr ein, wie mir Rathschaffen. Ich durfte meine Lage Keinem offenbaren, ach, umnicht die Achtung und das Zutrauen der Menschen z^ verlieren.Ich mußte oft, während mein Herz in Bangigkeit verging, michheiterer stellen, um meinen Schmerz Andern zu verbergen, undDenen nicht den Muth zu rauben, die um mich waren. O, niebittere Augenblicke meines Lebens waren es, wenn Schmachund Schande mich zu bedecken drohten; wenn ich das Hohn-lächeln und den Triumph meiner Feinde voraussah; wenn sichalle entschuldigten, die ich zitternd um Beistand ansprach; diemich bedauerten, wenn ich ihnen meine Noch entdeckte, aberdie Achsel zuckten, weil sie mir nicht helfen mochten. Ich glaubtedes Lebens niemals wieder froh werden zu können. Ich sah keinHeil, als im Grabe. Und doch war ich noch nicht ganz ver-lassen. Du lenktest die Umstände wieder zu meinem Vortheil,und durch sie die Herzen der Menschen. Ich war gerettet, eheich es glaubte, und die Freude lachte mich an, als ich ihr aufimmer das Lebewohl gesagt hatte. Wer sich auf Dich verläßt,ist nie verlassen. ,

Siehe, um Trost war mir so bange! Als ich,was ich auf Erden so herzlich liebte, hoffnungslos die Beutedes Todes werden sah wie war um Trost mir so bange! Ichstand einsam. Mit der heißgeliebten Seele, die für mich ausdieser Erde verschwand, verschwand mir auch der schönste Theilmeines Glücks. Was mir blieb, war viel; aber doch alle Glück-seligkeit meines Gemüthes hatte ein Ende. Es war nicht mehrdas vorige, das schöne Ganze. Die Natur hatte für mich ihrenGlanz verloren, und alle Lust des Lebens stand in trüber Ferne.