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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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dem eifrige Beter, Kirchengänger, Andächtler und oft Schwärmer.Da ihnen die Welt keinen Grn H mehr bieten kann, wollen sie mitdein Hin,me! einig werden. Sie glauben in ihrer Sache nichtgenug thun zu können. Sie geben fleißig Almosen, machenmilde Stiftungen, betcn-und lassen für'sich beten, thun Ge-lübde, eifern gegen die Lüste der Welt, und wollen mit demAllem gewissermaßen die Freuden der Seligkeit erkaufen und er-stürmen. O der Unwissenden! sie irren sich, und können beiihrer Selbsttäuschung nicht ruhig werden.

Andere, in welchen das bessere Bewußtsein wach gewordenist, und Gottes unendliche Größe und Gerechtigkeit und ihreeigene Verworfenheit und sündenbeflcckte Seele daneben wahr-nehmen, sinken muthlos zusammen, und verzweifeln an ihremewigen Heil. Mit zerknirschtem Herzen betrachten sie dieSchändlichkeit ihres zurückgelegten Lebens, die Kette ihrer un-gerechten Handlungen, die Nächte voller Sünden, die Tagevoller Leichtsinns. Sie fühlen ihre Unwürdigkeit, in Gottesheiliger Schöpfung dazustehen, ihre Unwürdigkeit, zum Vaterder Seligen und Gerechten emporzublickcn. Sie sehen sich hoff-nungslos verloren, und können nicht mehr auf Begnadigungvor dem Weltrichter hoffen. Ihre Einbildungskraft steht empörtwider sie auf und malt ihnen eine grauenvolle Zukunft, wo sienur Elend und wohlverdiente Strafe erblicken. Ohne wahresVertrauen auf Gottes Gnade, rufen sie das Verdienst JesuChristi an, und mit bangem Zweifeln und Verzagen wollen sieVerzeihung ihrer Sünden im Blute des Weltheilandes suchen.

-Sie sind zu beklagen, diese an ihrer Seele Leidenden,

welche ohne christliche Fassung, ohne richtige und würdige Vor-stellung von Gott und seinem Willen, statt des ruhigen Selbst-denkens , sich dem ungestümen Lauf ihrer Einbildungen über-lassen. Freilich ihr Schwerbekümmerten, euer vergangenes, inSünden verschwendetes Leben ist verschwendet und verlorenauf ewig, und das Geschehene wird selbst nicht durch die All-macht Gottes ungeschehen gemacht; aber der Rest des Lebens,welcher noch vor euch liegt, es sei viest oder wenig, ist bis