fei / unb feine guten Seiten habe: fonbern bu wirft bich barangewönnen, Bei Sillen, mit benen bu uptgehß, am liebßen aufi^re guten Cfigenßhaften htnjublidfen, ß e belegen $u achten,unb ihre anbern Schwächen mit größerer ßtachficht ju Behanbern.3«, wa$ noch weit mehr iß, bu mirfl bann auffaßenb Bemerfen,baß bu fcl&er burch betn Bisheriges ^Benehmen manche innereSchwäche erft anßäßiger gemacht hatteß. — So wie bu einmalbafjin gefommen biß, in jebem SDtenfchen fein ©uteS ju febenunb anjuerfennen, wirß bu ihn nothwenbtg barum fd&ö^cn, buwirft ©egenliebe erweefen; bie oorhertgen Schwächen werbenftch oor bir jurücfjiehen. ©u wirft glücffeliger in beinen 93er;Binbungen fein, al$ bu jemals ipoffnung hatteß §u werben,©einem 3 utr auen fommt baS Vertrauen erwiebernb entgegen.
Unb wenn bu auch fchon einmal in betnem ©lauben getäufditworben wäreß, unb wenn bu auch einmal Betrogen werben follteß:Beurteile nicht alle SDtenfchen nach einem einzigen! Schon beineigeneß ®eful;l fagt bir: folch ein Urteil fei übereilt, unbefonnen,unb höchß ungerecht gegen Unfchulbige. 3«/ bein BeffereS ©efüfßwirb bir fagen, eS fei Beffier, hunbertmal Betrogen ober »erfannt$u werben, als einmal Slnbere ju Betrügen ober ju oetfennen.©fr Unbanf ber SOtenfdjen folt bich nicht fdjmerjen, benn haßm wohlgetl;an, unb geliebt, ohne eigenniijjige SlBftcht, fo hoffteßbu feinen ©anf; thateß bu aber wohl, unb wareß bu gütig inErwartung cincß ©anfeS, fo haß bu feinen oerbient, weil bunicht wohlthun, fonbern anbere SDtenfchen ju beinen Schulbnernmachen wollteß, ohne baß ße bieß ju werben oon bir Begehrthatten, ©er UnbanfBare iß BemitleibenSwerth, nicht aber berächte, chrtßlidh geßnnte SBohlthäter ber SDtenfdjen. JpaBe ©laubenan menfdßiche Stugenb, unb würbeß bu auch einmal unb jehnmalgetäufcht: laß bich lieber jehnmal täufchen, ßatt in BeßänbigemSOtißtrauen unb immerwährenber Slngß ju leben, getäufcht werben§u fönnen. ©er Jur^tfame oerliert fein Sehen burch bie Bloßefurcht, eS ju oerlieren.