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3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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ntag, wirb fagen: er will ßch obenan bringen! 2ßer eitel, wirbfagen: er will nur 9luffehen madjen! Unb fo Seber anberd.

2Bir alle wißen fcfw gut, baß cd Ülnbern fdjwer fein mäße,unfere eigene s ))erfon richtig gu beurteilen, weil ße feiten bietiefflen ©eweggrimbe unferd öffentlichen ^Betragend gu erratenim ©tanbe ßnb. 2Barum maßen wir und benn ein flbfpredjen#bed Urteil über 3lnbere an ? 2Bir werben bod) auch biefe nurnach bem äußern ©teilt beuvtbeilen fönnen, unb wie leichtfüßrt ber bloße Slnfihein gu 9Rißoerßänbnißen unb ungegrün»beten SSerbättigungen! SEBie viel Unglücf barauö fd?on fürgange gamilien, oft für gange Sänber entßanben!

©ogar bie erßen nachteiligen SBirfungen einer Unternehmungober ^panblungSart »on anbern ßferfonen geben und ntdß immerbad 9ted)t, ben SBerth ihrer ©adje ober ihre ®emüth$art fürfchledjt gu eiflären. und benn nidß felbß ßhon 5Sieleß miß#Jungen, unb hat nicht Sßlancheb, bad oon unb in beßer 2lfcßttgethan warb, auch wirflich fcheinbac üble golgen nad) ftt ge#gogen? fcenn barum bie ßteligion f}efu Efwißi/ eber bieSlbßdß tred göttlid)en Urheberd oerwerflich gewefen, weil bießlcligion fo »iel ©treit, -Krieg unb ^Blutvergießen unter benü)ienfd;en oeranlaßte ? fjefuö felbß fah biefe Sßirfungen oorher,unb fagte ße voraus. Slber bedwegett ßanb er nidß wen feinemSßerfe ab.

Unb geßeben wir eJ und bot nur felber: oft ßnb unfereungünßigcn Meinungen über bad &b un unb gaffen 2lnberer biegrüdüe höchß Peinlicher Urfadjen. ©eßehen wir ei und bot/baß gewöhnlich unfere Eigenliebe unb ©elbßgefäßigfeit babei badgroße 2öort mitfpritt, baß wir und habet gern ald bie iUügern,SBerßanbigern, ©ebächttgern unb ald bie Ebelbenfenbern fehenlaßen motten! ©eßehen wir ei hoch, baß guweilen bloß bad2leußerlid)e einer ^erfon, welche und nidjt gefällt, ober bie 3lrt,wie ße ßch bieUeicht bei irgenb einer Slngelegenhett gegen undgeigte, einen mächtigen Einfluß auf unfere unvorteilhafte SWei#nung von ihren SSerridßungen hat. ©eßehen wir ed, baß wirguweilen bloß beöwegen wiber ^emanben geßimmt ßnb, weil fein&h un «*»& Saßen unferm eigenen 3ntcreße gnwiber fein fann.

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