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3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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187
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nur bagu ? 3 ur ©eurtßeitung frember (Einjidhten bod) nur benl sjjiflfjtab unferer eigenen (Einftcbten; gur ©eurtßeilung frember

©enfart bod) nur ben SDlaßflab unferer eigenen £>enfart! SBoßerrcpöten wir einen anbern SDtaßilab nehmen?

SJtun aber tjl unfere Sin ficht gang gewiß in oielen £>ingettbefdjränfter, alö bie (Einfidjt Slnberer. Unb mögen mir noch fooiet oortrcfflicße ©eijleögaben ober üenntniffe beft^en, mir finbnicht im ©ejt§ alter. ©d)on unfere fpätern (Erfahrungen habenunö eine gewiffe (Einfeitigfeit gegeben, Slnbere flehen auf anbern ©tanbpunften; Slnbere haben in manchen Dingen höhere unbgenauere Slnftcßten ber SEelt. SBir jtnb feineöwegö bie Sltfwiffemaj!t ' ben, bie Slllweifen. SBenn 3emanb gang abweubenb oon ber

l J tf h«rfchenben SWehtung urtbeilt, wenn Semanb gu irgenb einem

^ guten 3«ftfe gang anbere SBege einfddägt, alö bie hießer gewöhn*

^ liehen, muffen wir barum nicht glauben, er fei ein £bW/ ein

W: j ( (Schwärmer, ein ®ecf, ein ©öfewidjt* Sr fann oielleidjt bie

m Wahrheit erfaßt haben, rcährenb wir Stnbern Stile mit unferer

oermeinten Sinficht im 3rrtßum finb. 3 m mer waren bie, welche I Dem menschlichen ©eijle eine neue ©ahn eröffneten, im SBiber*«M# fpruch mit bem großen Raufen. ( hat faum einen eingigenberühmten SBeifen beb SUtertßumä gegeben, ber nicht »on bert 10111 größten SOlenge feiner 3eitgenoffen alb ein £ßor ober Verbrecher

tfj 3 bel;anbelt worben wäre. SDlußte nicht felbfl 3cfuö Shriftuö,

t!® ( mußten nid)t alle feine 3«nger Verfolgungen bulben, weil ißre

4 Seßre nicht bie gemeine Sehre ber 2öelt war?

4 ©ben fo gefährlich ifl audb, wenn wir unfere eigene Denf*

in« art gur Denfart Slnberer madjen, unb barauö auf bie ©erneg*

ifttti grünbe tfrer ^panblungeweife Schließen wollen, ©taube mir, mein

Sreunb, gibt in ber SBett nur einen eingigen SKenfhen, ber inSit 31 dem gang fo ifl, wie bu; unb biefer Singige bifl bu. Sille Stnbern

ftnb anberö. ©ilbe bir baßer nicht ein, baß ben .ipanbtungenjo® Slnberer biefelben Xriebfebern oorauögeßen, wie ben beinigen.

0 ©aßer, wenn wir auch hunberi ^erfonen tm Verbammen einer

anbern einig feßen, jtimmen fte bod) nicht in ißren geßcimftenalt Meinungen über bie Urfacßen gufammen. SBer baS ©elb liebt,

0 wirb fagen: e$ ißm um ®elb gu tßun! 3ßer gern ßerrfdjen