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3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
75
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Sßal bal Sßefen feer Sßeilheit ? bie Flare ErFettntsniß bei SBahren, ©Uten unb ©d)önen; ei bie Entfernung»on aller £äufchung, eon allem ©elbßbetrug über bie ©ingeber Sßelt.

©al ©egent^etl ber Sßetlheit aber ift bie XfyoTfyit. ©ieJtborbett aber beurteilt bie©inge nicht nach bem, wal ße wirftlid) ßnb, bal heißt, nad) ihrem Sßefen, fonbern läßt ßd> burdjben ©djet'n blenben. ©ie läßt ßd) burdj bie Slußenfeiteber ©aeben irre führen, unb hält ße für etwal Slnberel, allße ftnb.

©aber ber ©retl gewöhnlich weifer, all ber unerfahrneJüngling; bie betagte ÜKutter »reifer, all bie mit ber Söelt umbefannte £od)ter. ©al 9l(ter burch Erfahrung belehrt,burd) bie ©chulen bei 3;rrtbuml jur Erfenntniß ber Sßahrheitgelangt, unb »on mancher Üäufchung jurücFgeFommen.

©er 5©h*>r beurtßeilt ben SBSerth bei ÜTfenfdjen nur nachfeinem JFleibe, nach feinem Vermögen, nach feinem 5lmte;ber SCöeife fchäfjt ben Üßann nidß nach feinem Sleußern, fonbernnad) feinen ©eßnnungen, nach feinen ^anblungen, ©erSl;or hält benjenigen für einen frommen El; r en / ber ßeißigben ©ottelbienß befueiß, ßd) ba3 befcheibene, äußere Slnfeheneinel grommen gibt, aulmenbiggelernte ©ebete herjwfngenyßegt, oft in ber Sßibel ober in anbern SWigionlbüdjern Heit,unb bie raufchenben Vergnügungen oermeibet. ©er Sßeife hältnur benjenigen für einen Ehrißen, ber in allen feinen ©ebanFenunb ipanblungen Doller SÖFenfcbenltebe, überall hilft unb beitßeljt, deinen beleibigt, unb fo glcichfam nur in ber Siebe lebt,bal heißt, in ©ott lebt unb hobelt, 21« ihren grüßten folltihr ße erFennen.

©ott bie hächße Steilheit, bal heißt, ©ott Fann burdhFeinen Slußenfchet'n getäufdß unb geblenbet werben. Er Fenntben wahren SSerth aller leblofen unb lebenbigen ©inge. Vorihm gilt nicht bal 5lnfef;en ber ^erfon. 2(uf ber Sßage feiner©erechtigfeit ßnb ber Fonigliche 3 e P ter nnb ber ©tab beiVittlerl »on gleichem ©e wicht; für ihn bal 3 u füHi9 e Feineipaupifache.