3a, id) erfenne et mit Demutb unb ©rftaunen: et ift nidttin tiefer 2Belt ohne aßen 3«>ecf; Sitte* ift weife georbnet, unbfelbft bcm Utbel muß Jpcil entquellen.
Sluch bie geinbe, welche ich ^abr, ftnb meineSBobltPter.
Unb warum habe ich geinbe; warum gibt e$ SÖtenfchen,bie mir nicht Wohlwollen ? — (Jtwa, weil ich ju ebel benfe?weil ich fte ju liebreich bebanble? weil id) ohne geiler bin? —Stein, fte wollen mir nicht wobl, weil fte pon mir bekibigtftnb, ober beleibigt ju fein glauben, ©ie baffen nicht mein •©ure6, fonbern meine SKängtl: fabeln meine Slrt ju benfvnunb ju hanbeln, woburdf ich ihnen webe tßue.
Weine Sßiberfadjer ftnb ei, bie mir eigentlich fagen, wer id)bin; bie mir’ö fagen ober fühlen loffen, wo ich fehlerhaft bin.©ie thun mehr, al$ bie heften meiner greunbe unb SSertrautcn,welche mich gewöhnlich mit aßjugroßer Stachficht ju beurthetlenpflegen.
gretlich mag ei oft gegeben, baß biejenigen, welche mirabgeneigt ftnb, ihren Sabel übertreiben, meine Übeln ®ewohn>leiten ju groben gehlern, meine gehler ju ferneren ©mibe«machen, Sloer wao thun fte ? ©je halten mir nur einen SSer*gröfjerungifpiegel »or, in welchem ich aush ben fleinften glecfenerfenne, ber meine Denf» unb Sebeniart befchimpft, unb meine©eele »erunreintgt. Stli wahrer (Shrift feil ich auch bte geringemMängel auötilgen, um ooUfommen ju werben, wie mein hi‘Wr.;lifcher Später ooUfommen ift. Unb wahrlich, fo gering fönnenhoch bicfel&en nicht fein, ba fte oon ben Slugen etnei Slnbernwahrgenommen werben. 3<h habe Urfadje, auf meine ©genliebemißtrauifch ju fein, bie mir Dinge eerjetht, welche grembenanftögig ftnb. — @o erfenne ich felbft in ben Uebertretbungenmeinei geinbei SBoblthat unb Stufen. — 3«h wüttfdje meinen©egner ju befchämen; id) wünfdje über »h« 5« triumphiren : —wie fann id)’i beffer, ali wenn ich ifym feben ®runb, mich J ! atsbeln, raube; al3 wenn ich fo lebe, fo baß er felbft
et'ngeftehen muß, ich fei achtungöwürbig ? — Unb wie fann ber«tish haffen, ber mich bo*h«<httt? — 3$ miß ihn überwinben,