3 ft’$ ber Vewobner entfernter Unfein unb SBeltthetle, fragtber Ungläubige fpottenb: 52Baf>rlid?, mein Jper§ ifl ju flein,eine fo grope Siebe ju beherbergen, welche bal SNenfchcmgefdjlecht umfaßt. 3 $ fann meinen 9iä<hftcn jenfeitS be 6 SBefetneerä weber rathen noch bienen, unb begnüge mich, meine michumgebenben guten greunbe ali 5Räd)ften ju lieben.
3 ft’i ber ^jeibe unb $ube audb? fragt ber ©laubenSetfrige.
SBtc fann ich ben al$ meinen 9tächften lieben, ber ©oft weberauf bie 5frf oerehren noch beben will, wie ich? SBie fann ichben für meinen fftächfirn halten, ber oon meiner Religion ab#weicht, unb 3 efu ©hvifto nicht fo nahe flehen will, wie id) ?fftur wer an 3 efum Gfriflum glaubt, wie ich / ber fann mein .SRächfter fein.
3 fl’$ ber SERenfch in ben Leihen fetnbh'cher £>eere auch ?fragt ber Krieger. SBte foU ich ben lieben, ben ich §u oertilgengehe, ber, wenn ich i(m nid)t oertilge, mein Vaterlanb tn$Sltnb, meine gamilie in Jammer frühen würbe? @3 ift mein33eruf, ihn im .Kampf ju tobten, ober gefangen hinwegjmfdjlrpperr. ©er nur ift mein 9täd)|ter, welcher mein ^Mitbürgerift, ber mit mir gleichen @efe§en unb ©brigfeiten gehorcht, unbim gaU ber 9Roth Vlut unb ®ut für unfere gemeinfchaftlicheErhaltung aufcpfert. 3 eber Slnberc bleibt mir fremb.
Sfi’es ber grobe SSRiffethäter auch? fragt ber SKtdjtcr: ÜKet'ne«Pflicht ift’d, ben Verbrecher nicht $u lieben, fonbern jü flrafen.-Kamt ich ben al$ meinen Vächjten lieben, ben ich mit @ered)tt’g*feit jum Stöbe oerbamnten muß ? Kann ich bem wie einemlöruber »erjeihen, ber feine Verleihung nur gebrauten würbe,«uf$ «Reue Seben unb Sigenthum feiner ÜÄitmenfdjen unficher31 t machen ? Sr ift gleid) einem wilben Sthtere, wtld;e$ aub bem2Bege geräumt werben mup — aber ein foldjer Unmenfch iftsticht mein 9tächfter ?
So matht fleh tn ber Sthat faft 3 cber gern einen eigenenbegriff oon bem, wetdjen er feinen SRädjften nennen möd:te.3 war nicht 3 f ber fpricht feine ©ebanfen laut au$, aber bteSReiflen äupern ftch burch ihre SBeife, wie fte ftch gegen anbrreSÄenfchen benehmen.