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Suf. (0/ 29.
©ottes Slnbcr foBt’ ich haften/
SiebloS/ unbarmherzig fein?
Glicht bem geinb bie ©d)ulb erlaffen,
Unb »ott ^erjcit ihm »erjeih’n?
Unb bet $err erlägt mir hochSteine ©djulb unb trägt mid) tiod).
£>, t^r/ eines #aupteS ©liebet/
GbeilJi/ ber für Sille ftarb:
Sieben wiB ich tuet)/ ihr ©rüber,
SSenen aB’ er $ulb erwarb;
{für eud) beten / euch erfren’n/
SöPhlthutt/ bnlben unb »erzeih’n.
SlUen helfen/ KBen ihnen©eifteh’n, wie mein $eüanb that;
©chabcn wehren/ SlBen bienen/
$em mit $üfe, bem mit Stath;
SöiBig, jebeS Unrecht'S fteinb,
ScbeS SWenfchen wahrer Srcunb.
Saftet uns einanber lieben/
©ern einanber gtücflid) feh’n ;
Seinen tränten unb betrüben/
Seinen brücten, Seinen fd)inäh’n;
Slfler Swietracht/ aBeS ©trettSffeinbe fein / benn ©Ptt gebeut’S.
„SBer ifl ist nn mein 3Wd)ffer?" - fragte einjl ein ©chrift*
gelehrter 3efum, ber feine jünger unterrichtete. — Unb „»erift mein Stadhjter?" fragt gewif noch (twf ben heutigen £ag heiftd) in ber ©tille mancher (Sfjrifi:, mit allen 3 lt> eifeln jenes©chriftgelehrten.
3ft’$ jener ©ettler, fragt ber jtolje Striche, bem ich mitleibfgauf Der ©träfe mein Sllmofen hinwerft, baf er mich nicht »eiterhelatfige? 3$ will ihm baö SUmofen gehen; aber »er »erlangtim Srnft »on mir, baf ich ih n wie meinen ©ruber liehe, mitihm tpeile, mit ihm brüberlidj umgehe? — 3cf) fenne feinenStßchften, als ber mit mir oon gleichem ©tanfce, gleicher @ehurtifl; wer in ber Slicfe fte^t, ifl mir nicht »erwanbt.