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4 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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2 .

533 e r iji mein SU ä fl e r ?

Suf. (0/ 29.

©ottes Slnbcr foBt’ ich haften/

SiebloS/ unbarmherzig fein?

Glicht bem geinb bie ©d)ulb erlaffen,

Unb »ott ^erjcit ihm »erjeih’n?

Unb bet $err erlägt mir hochSteine ©djulb unb trägt mid) tiod).

£>, t^r/ eines #aupteS ©liebet/

GbeilJi/ ber für Sille ftarb:

Sieben wiB ich tuet)/ ihr ©rüber,

SSenen aB’ er $ulb erwarb;

{für eud) beten / euch erfren’n/

SöPhlthutt/ bnlben unb »erzeih’n.

SlUen helfen/ KBen ihnen©eifteh’n, wie mein $eüanb that;

©chabcn wehren/ SlBen bienen/

$em mit $üfe, bem mit Stath;

SöiBig, jebeS Unrecht'S fteinb,

ScbeS SWenfchen wahrer Srcunb.

Saftet uns einanber lieben/

©ern einanber gtücflid) feh’n ;

Seinen tränten unb betrüben/

Seinen brücten, Seinen fd)inäh’n;

Slfler Swietracht/ aBeS ©trettSffeinbe fein / benn ©Ptt gebeut’S.

„SBer ifl ist nn mein 3Wd)ffer?" - fragte einjl ein ©chrift*

gelehrter 3efum, ber feine jünger unterrichtete. — Unb „»erift mein Stadhjter?" fragt gewif noch (twf ben heutigen £ag heiftd) in ber ©tille mancher (Sfjrifi:, mit allen 3 lt> eifeln jenes©chriftgelehrten.

3ft’$ jener ©ettler, fragt ber jtolje Striche, bem ich mitleibfgauf Der ©träfe mein Sllmofen hinwerft, baf er mich nicht »eiterhelatfige? 3$ will ihm baö SUmofen gehen; aber »er »erlangtim Srnft »on mir, baf ich ih n wie meinen ©ruber liehe, mitihm tpeile, mit ihm brüberlidj umgehe? — 3cf) fenne feinenStßchften, als ber mit mir oon gleichem ©tanfce, gleicher @ehurtifl; wer in ber Slicfe fte^t, ifl mir nicht »erwanbt.