teil Behörden geschehn, die sich oft einbildeu,im Amtseifer nicht weit genug gehn zu kön-nen, um sich höchsten Orts gefällig zu machenund dann sich mit irgend einem Zeichen fürst-licher Huld und Gnade vor ihren Untergebnenbrüsten zu können. Dieses Schreiben wirddaher nicht verfehlen, auch solche Behördendaran zu erinnern, daß sie nicht Herren derKirche, gleich katholischen Hierarchen, sind, son-dern daß sie acht protestantische Diener einesacht protestantischen Fürsten sein sollen.
Endlich wird dieses Schreiben auch dieheilsame Wirkung haben — und das ist derHauptgrund, der die Veröffentlichung desselbensogar zur Pflicht gegen Gott und Menschenmacht und der ihm auch im Voraus einenPlatz in den künftigen Annalen der Religions-und Kirchengcschichtc zusichert — daß es man-chen im Glauben Schwachen und Schwanken-den starken wird. Ein Fürstcnwort an sichentscheidet freilich nichts in Glaubcnssachen;denn auch ein Fürst kann irren. Und der er-habne Verfasser des vorliegenden Schreibens