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weit verbreitete Gerücht war, daß der erhabneVerfasser dieses Briefes, der erste protestanti-sche Fürst Deutschlands, ja des ganzen euro-päischen Festlandes, selbst eine geheime Nei-gung zum Katholizismus hege. Die, welche die-ses Gerücht zuerst verbreiteten, mögen wohl selbstnicht daran geglaubt, mögen nur in der Ver-kehrtheit ihres Herzens gewünscht haben, daßes wahr sein möchte. Aber sie wussten dochgeschickt genug manches zur Bestätigung derLüge anzuführcn, den Besuch des Fürsten beimPapste, den langen Aufenthalt eines nahe ver-wandten Prinzen in Nom, die freigebigen Be-willigungen in einem mit dem Papste abge-schlossenen Konkordate, ein paar Verbindun-gen mit katholischen Gemahlinnen, selbst eineneue Kirchenagcnde, die an eine ältere inSchweden erinnerte. Aber jetzt steht die Lügein ihrer ganzen hässlichen Blöße da; und die,welche sie zuerst ausstrcutcn, müssen sich nunselbst ihrer schlecht bewährten Erfindung schä-men.