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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
Entstehung
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Die Manichäer glaubten in der persischen PhilosophieEinklang mit der christlichen Religion zu finden; sie lehr»ten nämlich zmei ewige Grundwese», einen guten Geistdes Lichts, und einen bösen der Finsterniß. Sie sagten:„Wir Menschen tragen eine» Leib, der aus böser Ma»„terie entsprungen ist; und von den zwei Seelen, die wir„haben, kommt eine vom Fürsten der Finstern iß, und„die andere vom Fürsten des Lichts her; Christus sollte„den, in die Leiber eingeschlossenen, Seelen helfen. Welche„Seele sich also reinigen will, muß den Dienst des Juden-„gottes verlassen, dem Gesetze Christi durch Bestreitung„seiner Lüste gehorchen re.; dabei lebten sie streng und tu»„gendhaft! « (Spittlers Kirchengeschichte, S. 58.)

Im zwölften Jahrhundert wohnte zu Lyon ein französi-scher Kaufmann, Peter Waldus, den der ganz in Verfallgerathene Zustand der Kirche jammerte. Er ließ die vierEvangelisten in die französiche Sprache übersetzen, verkauftealles, und vertheilte sein Vermögen an die Armen, reifetedann selbst als Lehrer in Frankreich und Italien umher,und suchte die Lehre Jesu auf ihre ursprüngliche Reinheitzurückzuführen. Die Bischöffe sollten, wie Paulus, ihrBrod mit Handarbeit verdienen, sollten, nach Jesu Berg-predigt, nur auf das acht haben, was dem Mensche»fromme und ihn seelig mache rc. Aber in Folge der Bulledes Lucius III. wurde er im Jahre 1208 nebst 70,000 sei-ner Anhänger hingcrichtet. Die klebrigen flohen nach Ara-gon, Savoyen, Piemont und Böhmen, wo sie sich mit dmHussiten vereinigten. (Spittlers Kirchengeschichte S. 337.)

Im 17ten Jahrhundert empfahl Cornelius Jansen, Bi-schof von Vpern, bei seinem Tode, einigen seiner Freunde,die Ausgabe eines Werks, woran er 40 Jahre gearbeitethabe, und welches die Grundsätze des heiligen Augustins,besonders in Betreff der Gnadenwahl, erläutere. Jansens